31. Juli 2007

Adventure Park

Ich war mal wieder auf Tour und habe etwas gefunden, was ich bis jetzt noch NIE gemacht habe.
Ich war im Adventure Park. Das ist so eine Art Hochseilgarten im Busch, aber viel aufregender. Er hat erst im April diesen Jahres eroeffnet und ist noch etwas schwer zu finden, denn sie haben noch keine Schilder oder WEgweiser haengen!! Habe es dann aber doch noch geschafft, nachdem ich um den Mt. Tamborine drumrum gefahren bin, statt die Abkuerzung ueber den Berg zu nehmen! Naja, voller Energie ging es dann auch gleich los.

Ich war, wie fast immer, eine der ersten, und habe erstmal einen Blaumann bekommen. Wie sich spaeter herausgestellt hat, ist es ein ganz spezieller Blaumann, der aus sehr robustem Material besteht und kein Lueftchen rein oder Hitze rauslaesst…. Jetzt koennt ihr euch vielleicht vorstellen WIE warm es da drinnen war! ;)
Aber wieder zurueck, lass mich irgenwie zu leicht ablenken. Nachdem ich also den Blaumann an und meine Wertsachen eingeschlossen hatte, gab es erstmal einen Sicherheitsgurt, so einen wie man ihn auch zum kletter verwendet. Besonderheit an diesem Gurt, er hatte zwei Karabiner und, ja wie soll ich sagen, so eine Art Doppelrolle, damit man sich ueber ein Seil ziehen kann. Damit man sich damit auch zurecht findet gabs ein tolles und informatives Video, das einen ueber alles aufklaert. Ach ja, Handschuhe in gruen fuer links und rot fuer rechts gab es auch noch und ab ging die Post.

Um ueberhaupt erstmal zu dem Hochseilparcour zu kommen darf man gleich einige tolle Haengebruecken ueberqueren, die aus zwei Seilen mit Holzbrettern versehen bestehen und etwas schwingen! Am anderen Ende wird man dann schon von einer Aufsichtsperson erwartet und die zeigt einem dann, wo man einsteigt. Diese Aufsichtsperson hat dich die ganze Zeit im Blick, fals man mal ne Frage oder sogar in eine interessante Situation kommt aus der man alleine nicht wieder raus kommt!!! Gesagt getan.
Mit dem blauen Parcour faengt man an, um ‘warm’ und mit dem Material vertraut zu werden. Ich sag es gleich, man ist immer durch einen der zwei Karabiner gesichert, denn sie duerfen immer nur nacheinander ab und wieder angehaengt werden. So ging es dann ueber Seile, Bretter und Bruecken, die allerdings sehr grosse Loecher hatten und natuerlich darf man sich auch mal an einem Seil entlanghangeln um auf die andere Seite zu kommen. Bevor man in das sogenannte “game” geht, wird auf einem Schild genau erklaert, wie man die Strecke bewaeltigen sollte und ob man Handschuhe dafuer braucht! Ach ja, vielleicht sollte ich noch sagen, das sich das ganze so in einer Hoehe zwischen 3- 15 m abgespielt hat!
Schon nach dem vierten “game” war mir gut warm und ich haette liebend gerne meine Aermel aufgekrempelt oder den Anzug ein bischen aufgemacht! Aber gut, Sicherheitsregeln sind ja da um einzuhalten zu werden…
Nach dem blauen Parcour, der ungefaehr 20 verschiedene oder auch wiederholte “games” hatte, hatte ich einen roten Kopf, und jeder der mich kennt weiss ja, dass ich den schnell und tomatenrot bekomme.

Hochmotiviert ging es zum roten Pacour. Er faengt leicht an! Ueber eine Kletterwand geht es ab aufs Seil, und hier wird man dann schon mehr gefordert. Zum Beispiel stehen vor dir nur abgesaegte Baumstamme, unterschiedlich weit auseinander und versetzt. Jetzt denkt ihr euch, Kinderspiel. Dachte ich auch, aber die sind nicht nur ein paar cm ueber dem Boden sondern gute 6-7 m. Und das ist noch nicht alles. Wenn man dann endlich loshuepft, denkt man die sind bestimmt felsenfest. Weit gefehlt, die SCHWINGEN und WACKELN…..
Auf der anderen Seite angekommen wackeln die Beine dann gleich weiter, zumindest haben sie das bei mir! Ach ja, die jetztige Hoehe betrage so ca. 6-25 m! Zur Entschaediung oder auch Erholung kam dann der Flying Fox. Mein Lieblings”game”. Man haengt sich mit seiner Rolle und den Karabinern ein, Fuesse voraus, Haende zum bremsen ueber dem Kopf und ab geht die Post. Echt klasse. Zwischendrin gibt es dann noch einen Tonnentunnel der horizontal zum durchziehen ist und freischwingende Balken und einiges mehr. Abgang ist ueber eine, wie fast alles hier, freischwingede Leiter. Was glaubt ihr kommt jetzt?
Nein falsch, erstmal Pause um wieder Kraft zu sammeln, denn es ist echt sehr warm geworden. ;)
Nachdem der Akku wieder aufgetankt ist, gehts dann zum schwarzen Parcour. Fuer mich war das zum Teil echt eine Herausforderung, sowohl von der Schwierigkeit und leider ,wie ich eingestehen muss, auch von der Kraft her! Aber was solls, es musste auf jeden Fall probiert werden. Die Hoehe hat sich jetzt auf 10-34 m gesteigert, und die “games” hat man nicht mehr so schnell und einfach gemacht, sondern man brauchte da jetzt schon seine 5-10 min. bis man auf der anderen Seite war. Hier gab es dann freischwingende vertikale Baumstuempfe, freischwingende Balken, Tarzanseil mit Netzlandung und noch ein vielfaches mehr. Zum Abschluss kam dann der superschnelle Flying Fox und eine Feuerwehrstange als Abgang.

Wer jetzt noch Kraft hat kann das ganze nochmal durchlaufen oder man begibt sich jetzt zurueck. Dort gibt es naemlich auch nochmal was. Bevor dort allerding startet gibt man seinen Sicherheitsgurt wieder ab und geht jetzt wieder ueber eine andere Leiter und Haengebruecke zu einem Netzparcour. Dieser befindet sich in 17 m Hoehe, was man aber gar nicht so richtig sieht, da ueberall weisse Netze sind. Diese Runde ist recht leicht und kann von allen gut bewaeltigt werden. Ist ein bischen Gleichgewicht, Geschicklichkeit und, ok, auch ein bischen Kraft.

Was glaubt ihr wie lange ich insgesamt da rumgeturnt bin?? Na, schaezt mal.
Nach ganzen 4,5 Stunden habe ich mich dann endlich wieder aus meinem Blaumann geschaelt, der mir wie ein Schwitzanzug vorkam und dem entsprechend sah ich auch aus! ;)

Um den Tag noch schoen ausklingen zu lassen, war ich noch auf dem Mt. Tamborine und habe mir einen weiteren Nationalpark und eine “Einkaufsstrasse” angeschaut. Und da man am Meer der Ostkueste keinen Sonnenuntergang sieht, habe ich mir ein schoenes Plaetzchen da oben gesucht und noch einen bergigen aber wunderschoenen Sonnenuntergang angeschaut. War mal wieder ein toller Tag.

Ach ja, beinahe haette ich es euch verschwiegen, aber jetzt, ein paar Tage danach, kann ich es euch doch verraten. Ich habe doch tatsaechlich Muskelkater, aber nicht wie erwartet in den Armen oder Beinen, sondern im Ellenbogengelenk und in der Zwischenrippenmuskulatur, wenn jemand was damit anfangen kann! ;) Ok, das ist die Muskulatur, die man auch zum luftholen braucht, von daher war herzhaftes lachen auch nicht unbedingt zum empfehlen! Geht jetzt aber schon wieder ;)

18. Juli 2007

Yamba und Maclean

Diesmal bin ich noch weiter in den Sueden vorgedrungen und habe Yamba und Maclean besucht. Waren viele km fuer einen Tagesausflug, aber trotzdem sehr schoen.

Allerdings musste ich auch dem Hinweg in Ballina anhalten, da ich ein Monstrum von Riesengarnele entdeckt habe. Die "Big Prawn" ist eigentlich nicht zu ueber-sehen, wenn man auf dem Highway faehrt, aber bei meinem letzten Besuch in Ballina bin ich da wohl nicht vorbeigekommen. Das bauen dieser Grossen Dinger begann 1964 mit der Riesenbanane in Coffs Harbour und damit auch die Riesenbegeisterung fuer “Big things”. Die Geschwister der Riesengarnele sind die "Big Avokado", die "Big Oyster" und der "little Rock". Aber the "Big Prawn" ist das Groesste der Modelle! Ich stell mir gerade vor, wie ich abends ahnungslos da vorbeifahre und vor mir auf einmal so ein Riesending steht!!!
Gluecklicherweise hat die Sonne geschienen.

Nach diesem kurzen Stop ging es dann auch schon weiter, und auf dem Weg nach Yamba gibt es einen kleinen Flecken, der nennt sich little Italy! Ja wirklich, da haben sie ein paar Haeuser gebaut und in einem ist ein Museum mit vielen italienischen Sachen von den ersten eingewanderten Italiener mit angebautem Cafe. In einem anderen Haeuschen haben sie alle groessern Staede von Italien mit ihren Merkmalen erklaert und was es dort zu sehen gibt. Das ganze ist kostenlos und recht interessant.

So, nun ging es aber wirklich und ohne weitere Stops nach Yamba, ein kleiner verschlafener Ort, mit herrlicher Sicht. Sie haben sogar einen Pool, der vom Meereswasser bei Hochwasser geflutet wird. Dementsprechend frisch ist er auch gearde, das ganze wird umgeben von super Straenden und vielen Felsen. Von einem Steinwall, der aufs Meer hinausfuehrt konnte man richtig zuschauen, wie sich die Wassermassen bewegt auf und abbewegt haben und zu Wellen wurden. Wahnsinn. Auch zu erwaehnen sind die vielen suessen kleinen Café s. Bin ja sonst nicht so der grosse Kaffeetrinker, aber hier koennte ich noch einer werden! ;) Lecker Kaffee..... und wenn man das nicht so mag, haben sie alle moeglichen anderen Creationen. Die Entscheidung ist nicht unbedingt leicht...

Nachmittags war ich dann noch in Maclean. Nennt sich auch die schottische Stadt in Australien und liegt etwas mehr im Landesinneren!! Das dieses Staedtchen schottische ist, sieht man schon, wenn man in den Ort reinkommt. 200 Strommasten entlang der Hauptstrasse sind im Schottenkaro der verschiedenen Clans bemalt. Von ganz bunt bis hin zu ganz schlicht in allen moeglichen Farbzusammenstellungen und dann noch mit dem Clannamen bezeichnet, damit auch Urlauber wie ich, sich in den Farben und Karomustern zurechtfindet. Sie haben hier sogar einen Internationalen Tartan Tag und die Strassennamen sind in Englisch und Gaelisch!
Die Einwohner sind sehr nett und gerne bereit einen Plausch zu halten! Sie haben so manches zu erzaehlen und mit ein wenig Glueck lassen sie einen dann auch noch in ihre Kirche schauen, die normaler-weise schon geschlossen ist! ;)

Auf dem Rueckweg habe ich dann noch einige Braende gesehen und dachte mir, dass es eigentlich nicht so trocken sein kann, dass ueberall Feuer ausgebrochen ist. Es waren weder Wald oder Hausbraende, sondern nur die Zuckerrohrfelder, die sie ganz gewollte abgebrannt haben. Sieht aber tratzdem gewaltig aus und das Auto war nacher nicht mehr gruen sondern GRAU vor lauter Asche! Muede und erschoepft nach so einem Tagesausflug bin ich wieder in mein Bett gefallen und gleich eingeschlafen.
Mal sehen was ich als naechstes erkunde! ;)

9. Juli 2007

Byron Bay in NSW

Ich war mal wieder mit dem Auto auf meiner Erkundungstour und bin in Byron Bay gelandet. Dort habe ich eine nette Backpacker Unterkunft gefunden. Nach dem Einchecken habe ich mich nur kurz umgezogen und bin gleich mal wieder an den Strand und da habe ich auch schon den Leuchtturm gesehen.

Byron Bay ist als oestlichster Punkt von Australien bekannt, und der Leuchtturm steht auch genau da. Wie magisch angezogen von dem Turm bin ich losgestiefelt und bin zwischendrin auch noch gut nass geworden, von unten!!! Ich habe eine Welle nicht gesehen, da ich immerzu "the Lighthouse" anschauen musste! Und schwups, da war sie dann und hat mich einfach angefallen! Bis rauf zum Oberschenkel hat es gespritzt!! Gluecklicherweise hatte ich meine “Schnelltrockenhose” an.

Am Ende vom Strand gab es dann noch einen tollen, sogenannten, Lookout (Aussichtsplattform). Von hier aus hatte man schon eine tolle Sicht bis nach Coolangatta. Nach diesem tollen Blick habe ich mich dann landeinwaerts begeben und bin dann ueber viele Stufen rauf und wieder runter zum Wategos Beach gekommen. Ein Wegweiser sagt von hier aus noch 1 km und du bist beim Leuchtturm. Aber so einfach haben sie es einem dann doch nicht gemacht, denn es geht steil Bergauf mit SEHR vielen Stufen, aber es lohnt sich. Schon bei der Haelfte der Hoehe hat man eine gigantische Sicht aufs Meer und die Kueste. Hier habe ich auch meinen ersten Wal gesehen. Vor lauter Begeisterung und Fotos machen haette ich beinahe die Delfinschwaerme uebersehen. Die sind ganz gemuetlich an den Klippen vorbeige-schwom-men und haben ab und an mal eine Welle gecatched und sind gesprungen. Der nette "guy" von der Rezeption im Backpacker hat gemeint ich braeuchte so ungefaehr eine halbe Stunde bis zum Leuchtturm,….. weit gefehlt, ich habe lange gebraucht, sehr lange, da ich mich einfach nicht losreissen konnte. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich von oben noch eine viel bessere Sicht habe!!! Somit habe ich auch hier noch eine ganze Weile gestanden und das Meer beobachtet. Ganze drei Walfamilien, die auch aus dem Wasser ge”jumped” sind, und so um die 50 Delfine habe ich gesehen. Auf dem Rueckweg gabs dann noch einen riesigen Stachelrochen.

So voller Energie dachte ich mir dann, ich koennte doch noch ein bischen schwimmen gehen! (Wir haben hier gerade Winter und 20 Grad, aber macht ja nichts!!) Gesagt getan. Ich war schwimmen, aber nur fuer fuenf Minuten. Es war ein wenig “frisch” koennte man sagen. Hab dann versucht trocken zu werden, indem ich mich gesonnt habe, aber um 15 Uhr ist auch damit Feierabend und es wird wirklich kuehl! Somit habe ich mich dann noch fuer eine heisse Dusche entschieden, bevor ich dann den Abend in netter Gesellschaft mit vielen jungen Leuten im Backpacker verbracht habe. Interessant ist vielleicht noch, das hier auf absolute Einhaltung der Nachtruhe geschaut wird. Punkt 23 Uhr geht die Musik aus und alles wird aufgeraeumt. Wer noch nicht genug hat, kann am Strand weiterfeiern oder in einen der zahlreichen Pubs im Ort gehen. Da ich aber den Sonnenaufgang sehen wollte habe ich mich schlafen gelegt.

Da man hier an der Ostkueste keinen Sonnen-untergang sehen kann muss man einfach mal frueher aufstehen und sich den Sonnenaufgang anschauen. Es lohnt sich wirklich. Und so bin ich nach einer kalten und kurzen Nacht dann auch schon um 5.30 Uhr wieder aufgestanden und im dunkeln an den Strand getigert. Gar nicht so einfach, wenn man keine Taschenlampe dabei hat! Um wieder etwas warm zu werden bin ich zuegigen Schrittes zum Lookout vom Vortag und habe einen tollen Sonnenaufgang zu sehen bekommen. Noch waehrend des Sonnenaufgangs habe ich dann noch Candy aus USA kennengelernt und auf dem Rueckweg haben wir am Strand im “Fish heads” ein super leckeres Fruehstueck bekommen. Diese Pfannkuchen….. lecker…. Nicht so duenn wie in Deutschland, sondern doch so..., hmm..., ca. 1.5 cm dick, dafuer aber nur Handgross, mehrere Lagen mit Sirup dazwischen und dann noch frische Himbeeren…. Ein Traum und kaum zu schaffen! ;)

So gut gestaerkt habe ich dann ausgecheckt und bin dann in Richtung Ballina gefahren. Nein, natuerlich habe ich nicht den direkten Weg genommen, sondern habe die ganzen kleineren “villages” mitgenommen. In Lennox Head hatten sie einen tollen Markt, auf dem sie alles moegliche angeboten haben, von Gemuese ueber Brot, Schmuck, Schuhe, Nuesse, Troedel, Kleidung, Wuerstchen…… Genau das Richtige fuer einen Sonntagmorgen.

Bevor ich dann endlich in Ballina angekommen bin, habe ich eine weitere Klippe mit Lookout er-klommen und war wieder ganz hin und weg. Und ich habe wieder Wale gesehen, darf mich also sehr gluecklich schaetzen! ;)

Nachdem ich dann von einem netten Rentnerehepaar ein paar nette Tips und Ratschlaege bekommen habe bin ich dann irgendwann am Nachmittag in Ballina angekommen, oder besser gesagt, mal wieder am Meer! The “North wall” ist ein steinerner Wall, der aufs Meer rausfuehrt. Angeblich soll es hier recht ruhig sein, aber zu diesem Zeitpunkt hatten sie hier einen Surfwettkampf fuer Kinder. Ich war erstaunt wie jung die Kids waren, die sich auf ihre Boards gestellt und die Wellen geritten haben! Nach diesem Spektakel war ich recht gut gefuettert mit Infos und neuen Eindruecken und hab mich wieder auf den “Heim”weg gemacht. Mal wieder ein schoenes Wochenende!