24. Dezember 2007

FOTOS FOTOS FOTOS

Hier sind sie endlich, die heiss ersehnten Fotos, puenktlich zu Weihnachten. ;)

Ich habe versucht, allen Blogs gerecht zu werden, leider kann ich aber immer nur ein paar einstellen!!! Die anderen gibt es sowieso wenn ich wieder im Lande bin ;)

Wuensche euch allen Frohe Weihnachten und ein tolles 2008.
Ach ja, der Elfenhut ist von meinen englischen Maedels!! Fand ich einfach nur klasse und passend dazu, Splinter mit seinem Weihnachtshut!

Alles Liebe

22. Dezember 2007

Lychees ade

Ich bin ja ganz stolz auf mich, dass ich es sooo oft schaffe euch auf dem Laufenden zu halten! ;)

Gestern war mein letzes mal Lychees pfluecken, naschen und storken. Ist schon komisch, nicht mehr so frueh aufstehen zu muessen..... Die drei Wochen waren echt schnell um!

Nachdem Ayesha und ich gestern den Farmer noch fleissig mit frischen Lychees eingedeckt haben fiel uns der Abschied doch nicht ganz so leicht.
Meryleen, die Schwester von Bill, unserem Farmer, hat mich dann auf dem Heimweg dann noch eingeladen, den australischen Santa Claus, der von ihrer Mutter (80 J.) gespielt wird, zu besuchen. Da konnte ich schwer nein sagen.
Bevor ich allerdings mich fuer Santa Claus schoen machen konnte hatte ich noch ein Date an der Bar mit unserem Farmer Bill, der auf ein Abschiedsbier vorbeigekommen ist. War echt nett. Bevor es zu weiteren Bierchen kam, gings dann doch erstmal unter die schon heissersehnte Dusche und dann zum Santa.
Wie stellt ihr euch den australischen Santa Claus vor?? Shorts? T-shirt? Dann muss ich euch enttaeuschen. Er sieht hier genausso aus wie in Deutschland unser Weihnachtsmann!!! Wirklich. Hier der Beweis!! Ich habe den Santa echt bewundert, der in seiner vollen Monture hin und herspaziert ist, den Kindern kleine Geschenke ueberreicht hat und sogar die Erwachsenen haben was bekommen, wenn sie brav waren. Ja, auch ich hab was bekommen, war ja schliesslich brav!! ;) Wie immer halt!
Nachdem wir dann noch einige Haeuser mit ich weiss nicht WIE vielen Lichtern, aber es waren sehr viele, angeschaut haben, gings dann noch zum Abschied feiern zurueck zum Hostel, wo die Nacht noch lang und lustig geworden ist. Irgendwann habe ich dann auch noch ein paar meiner Haare verloren, da irgendjemand meinte, ich braeuchte einen Haarschnitt, und Elisa meinte, sie koennte und wuerde mir gerne die Haare schneiden! Resultat?? Jooaahhrr, kann man lassen, schliesslich wachsen die Haare ja wieder! ;)

Heute morgen bin ich doch tatsaechlich auch schon um 4.30 wieder aufgestanden und habe meine Backpack gepackt, da es am Abend davor ja nicht mehr moeglich war...... ;)
Mittlerweile bin ich in Airlie Beach angekommen und warte nun nur noch auf den Bus, der mich gleich zum Flieger bringt.

Alles weitere und vor allem die heiss ersehnten Bilder, so hoffe ich doch!!;) kommen dann!

16. Dezember 2007

Tauchen am Yongala Wrack

Jetzt staunt ihr was?? Ja ich bins schon wieder, und weil ich heute so was tolles erlebt habe, will ich euch gleich dran teilhaben lassen.

Ich war mal wieder tauchen, wie koennte es auch anders sein. Na irgendwann muss ich mich ja auch mal von dem harten arbeiten erholen ;) und das geht am besten beim tauchen.
Die S.S. Yongala ist eins der 10 besten Tauchplaetze, von daher war es sowieso ein MUSS! ;)

Die S.S. Yongala ist ein Wrack und wurde 1903 gebaut. 1911 ist sie dann in einem Cyclon gesunken und mit ihr alle Passagiere. 1956 wurde sie zum ersten Mal betaucht und hat sich seit dem zu einem kuenstlichem Riff gemacht. Der Bewuchs ist gigantisch und dann erst die Fische..... Der tiefste Punkt am Yongala Wrack ist 28 m tief. Also eine klasse Tauchtiefe!!

Aber der Reihe nach. Heute morgen um 7 Uhr sollte ich abgeholt werden. Puenktlich wie ich halt so bin stand ich voller Vorfreude schon fuenf vor draussen, die langsam und mit jeder Minute etwas gesunken ist. Nach ca. 30 Min. habe ich dann mal angerufen und mich im Stillen schon auf grosses entschuldigunge gefasst gemacht. Kaum dass ich mein Name gesagt habe, meinte die nette Stimme, tut uns leid, es hat ein wenig laenger gedauert. Der Pick up sollte in ca. 5 Minuten da sein. Also noch mal Glueck gehabt. Tatsaechlich kam 5 Minuten spaeter ganz gemuetlich ein grosser Jepp an, komplett leer!!!, und hat mich aufgesammelt!
Mit ueber einer Stunde Verspaetung bin ich dann endlich beim Shop eingetroffen und sogleich wurde ich mit Anzug, Flossen, Flasche und BC (Jacket) ausgestattet.
Bis es dann allerding wirklich losging dauerte es dann noch ein paar Minuten, denn es gab noch ein dive briving und ein paar Erklaerungen wie wir tauchen wollen, wo Stops gemacht werden und wo was auf dem Wrack zu sehen ist.
Insgesamt waren wir 12 Taucher, davon 2/3 Maenner!!! Und die Dive Crew bestand auch noch aus 4 Maennern, somit waren wir Damen unterbesetzt und es wurde gleich dreimal so gut auf uns aufgepasst!! (Hat schon was fuer sich... ;)
Mit dem Jeep gings dann auf dem Strandweg zur Ablegestelle und so wurden wir mitten auf dem heissen Sand abgesetzt. Haben uns doch glatt morgens um 9 Uhr schon die Fuesse im Sand verbrannt!!, und haben nur darauf gewartet, dass das Boot gewassert wurde. Kaum dass es Wasser unterm Kiel hatte sind wir freudehuepfendkrabbelnd eingestiegen. Bevor wir allerding losduesen konnten, musste die rechte Seite noch aufgeblasen werden.... Jaaa, wir dachten auch, das kann ja heiter werden! Schon mit einem Leck losfahren..

Zum Boot kurz, ich hoffe ich kann bald ein Foto hier mit reinstellen, es war ein SEHR kleines Boot, wirklich klein, wir 12 Leute konnten gerade so sitzen! Dementsprechend war die Fahrt auch recht stuermisch. Da wir gut 'raff'es Wasser hatten, also einiges an Wellengang, ging es ordentlich auf und ab und rechts und links. Die blauen Flecken habe ich noch nicht gezaehlt!! ;)

Statt den ueblichen 30 Minuten haben wir ganze 50 gebraucht. Die Fahrt ueber haben wir uns dann alle miteinander bekannt gemacht und haben festgestellt, dass wir alle kunterbunt zusammmengewuerfelt waren. Neben einem Hollaender, Martin, der auch mein Buddy war, gabs noch Englaender, Kiwis, Schotten, Iren, Kanadier und interessanter Weise auch Australier!! Ok und neben mir gabs doch tatsaechlich noch Timo, der auch Deutscher ist. Das haben wir aber erst auf der Rueckfahrt rausgefunden....
In einem froehlichen Kauderwelsch und einigen gut gesprungenen Wellen kamen wir dann ziehmlich durchgeruettelt an und haben uns auch gleich "angekleidet" und sind ins Wasser gesprungen. Somit duempelten wir im Wasser und haben uns an der Befestigungsleine festgehalten, um nicht gleich von der Stroemung mitgenommen zu werden! Mal hat man das Boot gesehen, dann wieder nicht, dann wieder dann wieder nicht, soviel zum Seegang!! ;)

Wir sind je zu sechs in der Gruppe getaucht und das war auch gut so, denn sooo gross ist das Boot nicht, da waeren 12 auf einmal zu viel gewesen!

Unter Wasser haben wir uns an der Leine bis zum Wrack vorgearbeitet und hinter dem Wrack dann "Windschutz" gesucht. Hat alles klasse geklappt und es gab soooooo viel Fisch, wirklich unglaublich. Eigentlich hat man die ganze Zeit in einem Fischschwarm verbracht und wurde nur dann mal freigegeben, wenn sie von anderen, groesseren Fischen gejagt wurden! Ich darf mich auch zu den gluecklichen zwei zaehlen, die einen sehr scheuen Hai gesehen haben. Er hat sich naemlich gleich ins Wrackinnere verzogen, Bild wird nachgereicht!!.
Mit Martin habe ich einen tollen Buddy bekommen, denn er hat genauso wenig Luft unter Wasser gebraucht wie ich und somit sind wir ganze 48 Minuten abgetaucht.
Beim Auftauchen wars ein bischen chaotisch, denn wenn 12 Leute gleichzeitig aus dem Wasser wollen...... Genau.
Nach einer Stunde Pause an Board, bei der mir teilweise echt schlecht geworden ist, da das little tiny boat so geschaukelt hat, habe ich gefragt, ob ich mich nicht fertig machen duerfte und schon mal reinhuepfen kann. Klar, haben sie gemeint, und so habe ich dann die restlichen 10 Minuten im Wasser gewartet, was wesentlich angenehmer war.

Der zweite Tauchgang war genauso toll von den Fischen her, wurde aber durch zwei Schildkroeten noch getoppt. Eine ist ueber dem Boot geschwommen und hat hier und da an den Korallen geknabbert und die andere hat im Wrackinneren geschlafen. Ich sag euch das war vielleicht eine riesige Schildkroete.... mindestens 1m 30 lang, nur der Panzer!!!

Hab ich vorher eigentlich schon die vielen Seeschlangen erwaehnt? Nein, ok, dann mach ich das hiermit noch mal. Ja, wir haben tatsaechlich so einige davon gesehen. Die haben sich aber von uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich weiss gar nicht mehr wie viele es waren.
Ja, sie haben sich alle ganz brav verhalten und haben einen grossen Bogen um uns gemacht! ;)

Nach wieder guten 45 Minuten gings dann wieder hoch. Alle wollten so schnell wie moeglich aufbrechen, denn mittlerweile war es auch anderen noch etwas mulmig...
Bevor wir allerdings losfahren konnten, musst unsere rechte Seite noch mit Luft aufgefuellt werden!! Hatte irgendwo ein Leck! Zum Glueck wussten wir, wo die Rettungswesten waren... ;)

Endlich am Strand wieder angekommen, alle waren froh darueber, wurden wir auch gleich wieder in den Jeep verfrachtet und ab gings zum Shop, wo uns nach einer kurzen Dusche schon ein tolles BBQ erwartet hat.
Hier haben wir dann auch wieder fleissig Addressen, Telefonnummern und sonstiges ausgetauscht und natuerlich die dives geloggt.

Koplett erschlagen und muede wurde ich dann wieder am Hostel abgeliefert, wo ich nur noch meine neu erstandenen Bilder angeschaut habe und euch sofort Bericht erstatte.

Ich weiss ich bin toll. Sag ich auch nur, weil heute dritter Advent ist...

So, ihr lieben. Lasst die Plaetzchen nicht alt werden und singt doch ein paar Lieder fuer mich mit, alleine singt es sich hier im Hostel so schlecht, oder man wird von allen seiten belaechelt... ;)

Knuddel, Carina

13. Dezember 2007

Fruit Picker

Hallo alle zusammen. Ja ich bins tatsaechlich.
Wie ich so mitbekommen habe, wartet ihr schon sehnsuechtig auf einen Bericht von meinen Abenteuern als Fruit Picker. Also gut......

Ich bin hier am Freitag in Ayr, einem kleinen Ort bestehend aus einer Strasse mit den ganzen Geschaeften, angekommen. Bin mit meinen Englischen Maedels Emma und Sarah im Greyhound hergeduest in ganzen 8 Stunden von Cairns und dann auch in einem Zimmer gelandet. Ueber das Hostel lasse ich mich nicht so aus, denn es ist ein reines Arbeiterhostel und sieht auch dementsprechend aus...... Hier zaehlt hauptsaechlich das Bett und das ist gut! ;)

Uns wurde gesagt, dass wir auf eine Warteliste kommen und sobald eine Stelle frei wird, fangen wir an. Da wir fuer Samstag noch nicht eingeteilt wurden, haben wir uns einen netten Abend gemacht. Samstag frueh um 5.30 Uhr kam dann Rick, der Hostelleiter in unser 6-er Zimmer geschneit und meinte er braeuchte noch 4 Mangopfluecker. Ich kurz hin und her ueberlegt, ob ich einen langweiligen Tag im Hostel oder gleich Arbeit haben wollte. Also gut, Arbeit. Gluecklicherweise wusste ich wo ich all meine alten Klamotten hatte und dann ging es 10 Minuten spaeter auch schon los. Unser Team bestand aus 2 Maedels und 2 Jungs. Dan war unser Traktorfahrer und hat uns in unsere Arbeit eingewiesen. Ich sage nur noch, es war harte Arbeit, schweisstreibend, warm, lustig und nach 10 Stunden picken hatten wir 12 grosse "Bins" gefuellt. Fuer Anfaenger recht gut anscheinend. Zur Belohnung haben wir dann auch noch ein Bier und Cola bekommen und dann gings auch schon wieder zum Hostel. Alle konnten nur noch an die DUSCHE denke!!! Und wir hatten sie auch dringend noetig. ;) Die Klamotten sahen danach auch nicht schlecht aus. (Foto wird nachgereicht!!!!)

Nach der Dusche habe ich festgestellt, dass ich mich mit Mangosaft verbrannt und zwar im Gesicht, an den Armen und am Bauch. Wie Bauch, ja, der hat auch was abbekommen, da ich ja auch immer wieder die Mangos aufgeklaubt habe und sie nicht nur mit den Haenden halten konnte habe ich halt so eine Art Beutel gemacht und dabei ist der Saft druch die Klamotten gesappt!! (Ist aber schon fast nicht mehr zu sehen!!) Tja, somit wurde ich vom Mango picken befreit und gleich am Sonntag mit den englischen Maedels auf ein Weingut gefahren zum Reeben schneiden. Alleine die Fahrt ist erwaehnenswert, denn wir bekamen ein Auto vom Hostel gestellt, genannt Kiki's Car. Ist ein sehr sehr altes Model, und die Tueren lassen sich schon nicht mehr alle oeffnen, aber es faehrt echt gut. Die Schaltung ist seeehhhrr ausladend, aber wenn man erstmal weiss wie, kein Problem mehr.
Die Arbeit auf der Grape Farm war sehr nett und hat uns Spass gemacht. Wir haben so alle Stadien von Reebe gepflegt, und die Zeit verging jeden Tag wie im Fluge. Nach vier Tagen hatten wir aber alles erledigt und somit waren wir wieder auf der Warteliste! Wir haben uns schon gefreut, mal einen Tag frei. Pustekuchen. Gleich am Abend haben sie uns zum Mangopacken eingetragen auf Bill Jensens Farm. Meine englischen Maedels haben gleich abgewunken, denn sie wollten am Freitag weiterziehen. Somit habe ich mich dann am naechsten Tag ab zum Manogpacken gemacht, durfte Driver sein und Peter's car fahren. Ganz anderes Kaliber als Kiki's car. Ein grosser roter uralter Peugote, aber auch der hat ganz schoen Power unter der Haube.
Mangopacken ist nicht sehr schwer und die Zeit vergeht auch recht schnell. Schoen ist hier, dass man nicht in der sengeden Sonne arbeiten muss, sondern in einem Shed, also einer Scheune! Tags darauf habe ich dann schon so einen juckenden Auschlag bekommen. Noch dachte ich mir nicht viel dabei, da ja Hitze und Schweiss auch so einen Ausschlag entstehen lassen koennen. Aber meine netten Arbeitskollegen, die doch alle etwas aelter waren als wir Backpacker, meinten gleich, das ist die Mangorash. Ab morgen bekomme ich eine andere nette Aufgabe. Abends wollte ich mir dann noch was gegen die Mangorash holen, aber da Ayr so ein verschlafenes Doerfchen ist, hatten die Laeden nicht mehr auf!!! Und das abends um 6 Uhr. Somit habe ich eine schlaflose Nacht mit viel waelzen verbracht, da ich weder auf dem Bauch noch auf dem Ruecken oder der Seite schalfen konnte. Frag mich ob meine Stockbettobenschlaeferin geschlafen hat, da das Bett unten nicht ganz so leise beim umdrehen ist!!!! Irgendwann Nachts um 2 bin ich dann wieder aufgestanden und habe doch tatsaechlich noch Tom getroffen, der mir mit ein paar Tabletten ueber das Wochenende geholfen hat. Hatte selber heftige Probleme mit der Rash und weiss wie es ist. Danke Tom.
Das Wochenende war der Graus aber gut. Sonntag hatten wir dann ganz frei und ich habe versucht ganz viel zu schlafen und nicht ins schwitzen zu kommen, was bei 34 Grad gar nicht sooo einfach ist. Ihr habt gut lachen, Klima haben wir auch nicht im Zimmer.....
Montag gings dann fuer mich schon um 4.30 wieder aus dem Bett. Ja, ihr habt richtig gehoert. Um 5.30 Uhr gings dann mit Peter's car wieder los und ich durfte meine naechste Arbeit aufnehmen, jetzt bei den Lychees. Jippi. Bin schon ordentlich rumgekommen in zwei Wochen, oder??? Ok, so einfach ist das nicht, denn erst muessen die Lychees von den Baeumen gepflueckt werden. Die Baeume sind nicht gerade klein und alle unter einem Netz, damit die Voegel nicht alles aufessen. Nach dem Mittag wird dann gestorkt, also die Frucht von Staengel und Blaettern befreit, damit sie so aussehen wie ihr sie kennt, wenn sie bei uns in den Laden kommen! ;) Das ist meine liebste Arbeit, auch wenn man ganz schwarze Finger davon bekommt. Ich darf den ganzen Nachmittag im Kuehlraum verbringen, was mir mit dem juckenden Ausschlag ganz gut tut...... ;) War uebrigens auf anraten meiner Kollegen noch beim Artz, der mir noch ein Medikament gegen den starken Juckreiz gegeben hat und mittlerweile ist er auch so gut wieder wie weg. Der Juckreiz, nicht der Ausschlag, der bleibt wohl noch ein paar Tage!!

Bin ganz stolz, dass ich so viele unterschiedliche Sachen machen durfte, somit habe ich wenigsten hier was zum erzaehlen. Stellt euch vor ich haette die ganze Zeit nur Mangos gepflueckt!! Das waere sonst sehr langweilig geworden auch fuer euch, oder??

So, dann seid ihr jetzt wieder auf dem Laufenden.

So langsam komme ich jetzt dann doch in Weihnachtsstimmung, denn sie haben die Hauptstrasse von Ayr mit Girlanden und Plakaten geschmueckt und einem grossen Plastiktanntenbaum in Girlandenform in der Mitte aufgestellt. Wenn man da nicht in Stimmung kommt..... ;) Und dann habe ich ja noch einen suessen Adventskalender von meiner kleinen Sis bekommen, dass ich ja Weihnachten nicht verpasse! ;) Danke Kleine.

Stelle gearde fest, dass es doch wieder ein langer Blog geworden ist. Wollte eigentlich nur einen Dreizeiler machen....... ;)

Weihnachten bin ich dann in Toowoomba bei den Grosseltern meiner Gastfamilie und werde mal sehen, was ich euch dann wieder neues berichten kann.

Jetzt wuensch ich schoene Weihnachten und lasst euch nicht vom Weihnachtsstress einholen.

Merry Christmas, Eure Carina

29. November 2007

Ich gehe unter die Fruit Picker!! Jippi oder auch nicht!?!?

Hallo Ihr lieben, heute kommt nur eine ganz kurze Mitteilung, denn ich weiss nicht, wann ich den naechsten Blog schreiben kann. Wer weiss, ob ich in dem Oertchen namens Ayr die Zeit finde. ;)
Morgen also verlasse ich das zur Zeit schwuel, feucht warme Cairns und mache ich mich auf den Weg nach Ayr um mich unter die Manogpfluecker zu machen. Mal sehen, ob sie sich von mir pluecken lassen! ;) Bestimmt wird mein Bauch kugelrund vom vielen Mangoessen, oder ich kann keine mehr danach sehen!! Ihr werdet es zu wissen bekommen.

Spaetestens Weihnachten kommt der naechste Blog, denn dann habe ich sicher wieder die Ruhe zum schreiben. Bis dahin wuensche ich euch allen eine schoen Adventszeit und ein ruhiges, erholsames Weihnachtsfest.
Bis bald.......

28. November 2007

Backpacker Freunde Cairns

Die Geschwister Sarah und Emma habe ich mehrmals getroffen und hoffe sie bald wieder zu treffen!! Das erstemal waren sie mit mir auf einem Zimmer und sind dann zum arbeiten in den Norden gezogen. Waren aber nach zwei Wochen wieder da und durch Zufall gabs ein froehliches Wiedersehen. Nach ein paar Tagen zusammen sein, haben wir dann beschlossen gemeinsam nach Ayr zu arbeiten zu fahren. Alleine auf der Fahrt hatten wir schon viel Spass, und erst dann im Hostel. Einige feuchtfroehliche Abende und eine Woche spaeter wollten sie endlich wieder Strand und Meer sehen. Zum Abschied, dem 6. Dezember haben sie mir dann noch einen Elfenhut in den Schuh gesteckt. Diese Tradition kannten die beiden Englaenderinnen gar nicht und fanden es einfach nur nett. Ich auch ;) Freu mich schon sie bald wieder an der Goldkueste wiederzu sehen. Ein Treffen in England haben wir auch schon ausgemacht!


Justine ist ein komplettes Energiebuendel, dass jede Gelegenheit nutzt und auch schon so einiges Erlebt hat. Haben einige Tage zusammen im Dorm verbracht. Dir alles gute auf deiner weiteren Reise


Marylee ist Franzoesin und hat ordentlich Leben ins Zimmer gebracht. War eine sehr kurze aber lustige Begegnung mit ihr! Hat auch noch so einges vor...


Merle kommt aus dem hohen Norden und tingelt auch alleine durch Australien. Leider haben wir sie nicht mehr getroffen auf ihrem Weg vom Norden zu ihren naechsten Zielen.


Elisa, durch und durch eine richtige Italienerin, und Aurelie, eine ruhige Franzoesin, habe ich noch kurz vor der Abfahrt kennengelernt und war um so mehr ueberrascht, als die beiden dann ploetzlich in Ayr aufgetaucht sind und auch arbeiten wollten. Haben viele nette abende mit Lychees essen und a couple of beers verbracht!! Danke Elisa fuer den "coolen" Haarschnitt, mal sehen was der naechste Frisoer dazu sagt! ;)

25. November 2007

Tellerwaescher auf einem Tauchboot

Tja, so schnell geht eine Woche wieder rum. Kaum zu glauben, dass in vier Wochen schon Weihnachten sein soll!!

Ich habe mich die letzte Woche auf einem Tauchboot, dem Kangaroo Explorer, aufgehalten. Ich hatte mich als Volunteer eingeschrieben, das heisst, eine Woche den Abwasch und ein paar Reinigungsarbeiten machen und dafuer freie Unterkunft und Kost bekommen und als Highlight drei Tauchgaenge am Tag. Cool oder??

Die Kangaroo Explorer kann ungefaehr 40 Passagiere beherbergen und die Crew. Da die ersten Tag noch sehr stuermisch waren, hatten eine Cyclone hier, vom Wetter und dem Meer, hatte ich einen entspannten Einstieg. In der Kueche ist zwar immer was zu tun, aber oft hat uns der "Chef" (so wird hier der Koch genannt) aus der Gallery (Kueche) verbannt, damit er die Mahlzeiten vorbereiten kann.
Ich weiss nicht warum die immer sooooo viele Toepfe, Pfannen und Bleche brauchen!!! Aber gut, wahrscheinlich, dass uns nicht langweilig wird. ;)

Abends haben wir dann alle auf dem Sonnendeck verbracht, auch wenn es mal geregnet hat, und haben so manche feucht froehliche Stunde verbracht. Leider sind die Naechte dabei immer zu kurz gekommen!! Und morgens um 5.30 Uhr hiess es dann schon wieder aufstehen, der Sonnenaufgang die letzten Tage war es dann doch wert, denn der erste Tauchgang ist immer um 6 Uhr, auch fuer uns Volunteers!! Somit sind wir dann teilweise noch schlaftrunken in unsere Anzuege und die Ausruestung geschluepft und ab ins Wasser. Zack warst du wach. Ist schon erstaunlich, wie so eine Ganzkoerper"belebung" wirkt!! ;) Das Meer ist zum Glueck nicht zu kalt, so um die 27 Grad zur Zeit! Ich muss sagen, das war immer mein liebster Tauchgang, denn man sieht die Fische alle aufwachen und teilweise hat man das Gefuehl, auch sie gaehnen noch! Haben naeamlich einigen Fischen ins weit geoeffnete Maul geschaut.
Mein Highlight von diesen Morgentauchgaengen war definitiev der mit den vielen Schildkroeten, die ganz in Ruhe gefruehstueck haben, oder sogar auf uns zugeschwommen sind um gekrault zu werden!! Auch ein paar planlose Weissspitzen Riff Haie, die ja ungefaehrlich sind, haben wir entdeckt und grosse Napoleons, die herzzerreissend gegaehnt haben, wie auch viele suesse kleine Nemos in ihren Annemonen. Wusste gar nicht, dass die so neugierig sind. Wenn du deinen Finger hinhaelst, kommen sie sogar raus um ihn sich etwas genauer anzuschauen!! Und diese Fischschwaerme......
Ich komme immer wieder in schwaermen, war einfach zu schoen.

Oben wieder angekommen kam es einem so vor, als wenn der Tag schon weit fortgeschritten ist, obwohl es gerade mal 7 Uhr ist!! Von da an, hat dann die Kueche und ihr Abwasch immer im Griff gehabt. ;)

Nach jedem Mahl hiess es fuer uns auch den Dinner Room zu reinigen, also Tische abwischen, saugen, Bueffe Staender sauber machen, Salz und Pfeffer auffuellen, Butterdosen auffuellen und vieles vieles mehr. Mittags und Abends war es das gleiche. Zwischen drinn mussten wir immer nur kucken, ob genuegend Wasser in den Behaeltern war und die Tassen immer sauber waren!

Das hoert sich jetzt alles recht farblos an, aber wir hatten wirklich auch viel Spass in der Kueche, zum Beispiel haben wir auch Schaumschlachten ausgefightet! (mussten die Kueche nacher eh noch einseifen!!!) Manchmal kamen auch die Tauchlehrer vorbei und haben uns ein Staendchen gesungen, oder haben irgendwelchen Quatsch gemacht. Kann auf jeden Fall nicht behaupten, dass es ein langweiliger und freudloser Job war.

Sobald das Wetter besser geworden ist, hatten wir auch mehr Passagiere und demnach auch mehr Geschirr. Haben wir aber auch gut bewaeltigt.

Ich habe viele nette Leute kennengelernt, mit denen ich abends oft an Deck gesessen habe.
Alles in allem waere ich gerne noch laenger geblieben, aber der naechste Volunteer kam schon nachgerueckt.

Somit ging eine tolle, erlebnissreiche und taucheifrige Woche vorbei. Wer weiss, vielleicht mach ich das noch einmal!! ;)

17. November 2007

Hart erarbeiteter Tauchschein

Ja ich weiss, ist schon lange her, dass ich mal was geschrieben habe, dabei habe ich doch so einiges erlebt, aber auf so einem Schiff ist es halt nicht so einfach mal kurz im Internet vorbeizuschauen!! ;)

Also, da bin ich wieder, mit drei Tauchscheinen und so einigen blauen Flecken mehr, zwei Fingernaegeln und zahlreichen (wenn nicht sogar Bueschel) Haaren weniger!! Aber es hat sich gelohnt. Aber langsam und immer der Reihe nach.

Ich habe mich mal wieder spontan, so langsam geht einem das ins Blut ueber! ;), fuer einen Tauchkurs, Rescue Diver, angemeldet. Ging dann auch direkt am Montag los. Wir waren zu viert, Michelle (Mutter von drei Soehnen), Eduardo (22 aus Brasilien), Brad (20 aus West Australia) und mir. Alex (auch Dutchi genannt), 34 ehemaliger Hollaender, war unser Leher und wir hatten von Anfang an viel Spass. Um ein bischen anzugeben, er wurde dieses Jahr als bester Tauch Ausbilder ausgezeichnet, haa, da guckt ihr aber!!

Gleich zu beginn hat er uns ein paar Einblicke in unseren Kurs und vier nette Buecher gegeben. Papierkram kam auch noch dazu und dann wurden wir allesamt in Alex Auto verfrachtet und ab gings zum Pool! Hah, dachten wir, statt dessen wurden wir gleich weiter in ein Klassenzimmer umgeleitet. Hier haben wir den erste Tag mit allerlei Theorie, harter anstrengenden und zeitaufwaendiger Theorie und viel Papierkram verbracht. Zwischendrin haben wir dann noch Vidos angschaut um gleich im Anschluss so eine Art schriftliche Pruefung abgelegt. Ist natuerlich immer gut ausgefallen! ;)

Zur allgemeinen Motivation hat Dutchi dann immer wieder Anekdoten aus seinem Leben als Taucher erzaehlt, bis wir vor lauter lachen unter dem Tisch lagen. Soviel zum Thema neue Motivation!! Es hat gewirkt.

Abends um 17 Uhr hat er uns dann wieder zu unseren Hostels gebracht, allerding nicht ohne uns mit Homework auszustatten!! Insgesamt waren es, wie oben schon erwaehnt, vier Buecher, die gelesen werden wollten und ich weiss gar nicht mehr wie viele Fragen damit einher gingen, waren aber viele.

Somit war der Abend auch sehr gut ausgefuellt. Was glaubt ihr, wie lange mein Kissen warten musste bis sich mein Kopf darauf wieder gefunden hatte?? So ca. bis um 1 Uhr morgens!! Bin dann auch sofort eingeschlafen.

Am naechsten Morgen gings dann schon wieder frueh aus den Federn, denn wir wollten vor dem anderen im Pool sein! Somit gabs ein "Guten Morgen, bitte aufwachen" Bad! Nachdem wir erstmal unsere Schwimmfaehingkeit unter Beweis stellen mussten und dann noch 8 Minuten im Wasser auf der Stelle treten mit 2 kg in den Haenden, die wir auch noch aus dem Wasser halten durften, ok, das aber nur fuer die letzten 2 Minuten, waren wir ein wenig "Beinlahm". ;)

Nach einer kurzen Verschnaufpause gings dann weiter zum zusammenbauen der Ausruestung, auch das will gelernt sein, und wir durften das auch gleich auf Zeit probieren!! Ich wusste gar nicht wie schnell man dabei werden kann, wenn man es immer wieder machen muss!! Letzendlich haben wir uns dann im Wasser wieder gefunden und haben die ersten Rettungversuche im Pool gemacht. Es war ein Glueck, dass wir schon im Wasser waren, denn um es uns noch zu verschoenern, hat es auch noch ordentlich geregnet. Beim "beatmet" werden hatten wir dann auch unseren Spass, da uns immer die dicken Tropfen in den Mund gehuepft sind, sowohl vom Pool als auch Regen, und wir teilweise wohl wie ein Springbrunnen ausgesehen haben!

Nach 4 Stunden Pool und runzeligen Fingern gings dann nochmal weiter mit der Theorie. Wir konnten kaum unseren Stift halten, so aufgeweicht waren wir. Und wie sollte es anders sein, der Papierkram hat uns auch an diesem Abend in den Schlaf gebracht.

Schon gings weiter mit Kurstag drei. Genau, und zwar auf dem Boot. Wir wurden mit dem Tagesboot zwei Stunden durch das Great Barrier Reef gefahren, bevor wir dann nach SEHR starkem Seegang und einigen "Spukbeuteln" mehr! ;), nein, nicht von mir, aber von einigen anderen!!! auf das Livabord, Kangaroo Explorer, umsteigen konnten. Aber auch hier hat alles weiter geschaukelt!

Nach einer kurzen Mittagspause hiess es dann fuer uns auch schon ins Wasserhuepfen. Nur so nebenbei erwaehnt, der Seegang hat angehalten!!!! Hier haben wir unsere Schwimmpruefung nochmal wiederholt!! Ich glaub ich brauch euch nicht sagen, wie lange wir gegen die Wellen und Stroemung angekaempft haben!!!

Ich glaube ich erspare euch die ganzen Uebungen und Rettungsmassnahmen unter Wasser und an der Oberflaeche die drei Tage. Nur soviel sei gesagt, wir sind die ganzen drei Tage an Board nicht wirklich trocken geworden, ausser abends, wenn wir unsere "Homework" machen druften!! Ansonsten waren wir entweder an der Oberflaeche vom Wasser oder unter Wasser!!!

Abschlusspruefung, von der wir nicht wussten wann sie kommt, haben wir alle mit Auszeichnung bestanden, und da ich meinen Erstehilfe Kurs schon hatte, habe ich sogar noch am Abend mein Rescue-Kaertchen bekommen. "StolzgeschwellterBrust" ;)
Ach ja, ich habe dann auch gleich noch mein Tieftauch-Special gemacht, somit darf ich auch bis auf 40m Tiefe gehen!! Werde ich aber wahrscheinlich gar nicht so oft machen, denn da unten sieht man nicht soooo viel, ausser vielleicht ein paar Wracks.

Somit habe ich wieder was gelehrnt und gleichzeitig viel Spass gehabt. Hat sich wirklich gelohnt. Hab auch beschlossen, auf dem Kangaroo Explorer mal als Volunteer zu arbeiten. Kommt also im neuen Blog! Bis danne....

11. November 2007

Cairns

Hier kommt mal wieder ein Kurzbericht! Kurz deshalb, weil ich in letzter Zeit nicht soo viel erlebt habe, denn ich bin jetzt in Cairns und auf Jobsuche. ;)

Allerdings fange ich morgen erstmal mit einem neuen Tauchschein an. Ja, wer haette das gedacht, aber ich mach ihn wirklich, den Rescue - Schein! Bin schon ganz neugierig, wie schwierig der wird. Bis jetzt besteht die Gruppe aus vier Leuten. Die ersten zwei Tage werden wir wohl mit Theorie, und das auf Englisch!!, und im Pool verbringen. Am Mittwoch geht es dann fuer drei Tage und vielen Tauchgaengen mehr aufs Schiff. Endlich mal wieder untertauchen! ;)
Nach dem ganzen Kurs darf ich dann auch noch fuer eine Woche auf dem Boot da draussen am Outer Barrier Reef bleiben und arbeiten. Bekomme sogar freie Tauchgaenge! Somit sind die naechsten zwei Wochen verplant.

Und so wie es im Moment aussieht, klappt es auch mit Fruit Picking, muss ich mir morgen noch bestaettigen lassen und dann sind die Mangos und Litschies auch nicht mehr sicher vor mir.

Das Wetter ist hier gerade sehr unbestaendig, wie sie es mir auch schon alle vorausgesagt haben!!! ;)
Die ersten Tage hatten wie hier Temperaturen um die 32 Grad. Geht ja noch, wenn man einen Ventilator in der Naehe hat! ;) Mittlerweile sind wir bei guten 36 Grad angekommen mit immer hoher Luftfeuchtigkeit. Gestern hat es dann zwischen drin mal geregnet und dann geht die Luftfeuchtigkeit gleich nochmal hoch, da braucht man sich gar nicht zu bewegen und schwitzt schon. Heute morgen hatten wir dann mal kurzzeitig ein bischen Abkuehlung weil es richtig stark geregen hat, die Strassen waren schon Land unter!
Bei einem kurzen Schnack mit einem Einheimischen meinte dieser nur: "Ha, ist doch schoen, endlich mal wieder Regen. Das bleibt jetzt auch bis Maerz so, wird eher noch ein bischen mehr!!" Tolle Aussichten oder?

Wenn ich ueberlege, dass es schon mitte November ist! Es kommt noch so gar keine Weihnachtsstimmung bei mir auf, und das ist ja normalerweise eher ungewoehnlich, aber ich glaube auch, dass das am Wetter liegt. Allerdings haben die Geschaefte schon Weihnachtsdeko haengen. Hier sieht das noch kitschiger aus als in Deutschland. Hier ist wirklich alles aus Plastik und in schreienden bunten Farben!! Die Lebkuchen setzten sich auch langsam durch.

Heute habe ich durch Zufall dann mal wieder meine Uhr umgebunden und sah nur 11.11.2007 um 11.11 Uhr! Da fiel mir nicht mehr ein als laut FASCHING ins Zimmer zu rufen, dabei habe ich meine Mitbewohner richtig erschreckt und konnte ihnen vor lauter Lachen, die Gesichter haettet ihr sehen sollen, gar nicht richtig erklaeren was Fasching ist!! Tja, andere Laender, andere Sitten. ;)

Ansonsten ist Cairns fuer mich nicht gerade DER Ort, aber so langsam kenne ich mich hier auch aus!
Schoen ist es immer, wenn man immer wieder die gleichen Gesichter sieht und sich dann abends gemuetlich zusammen setzten kann und ein Plaeuschchen haelt, Karten kloppt oder auch sich am Billiardtisch misst! Das Hostel hier ist wirklich wie dafuer geschaffen. Sie haben hier auch ganz viele Sofas im so genannten "Aufenthaltsraum", der hier auf einem Deck ist und ohne Fenster und Tueren, nur mit einem Sonnen-Regensegel ueberdacht. Sehr gemuetlich.

Doch ich muss schon sagen, hier lernt man ganz nette Leute kennen. Die stelle ich euch aber erst im naechsten Blog vor. ;)

5. November 2007

Tour Brisbane nach Cairns Teil 3

Interessanter Weise kann man in so einem Van nicht laenger als bis 5 Uhr schlafen, da durch alle Ritzen die Sonne reinscheint. Ok, dieses Mal kam dann noch ein bischen die Aufregung dazu, ob ich vielleicht noch eine nette Notiz an der Scheibe finde oder so. Gegen 6 Uhr habe ich mich dann wieder aufgerappelt, den Van und mich wieder Reisefertig gemacht, alle Schubladen wieder verschlossen, den Kuehlschrank, den ich wegen seinem gebrummel ausgeschaltet hatte, wieder angemacht und um 6.30 bin ich dann ganz vorsichtig an der Rezeption vorbeigefahren und bin ohne Probleme durchgekommen!!! ;) Hatten naemlich noch gar nicht offen....

Naja, irgendwann muss auch ich mal Glueck haben! So voller frohem Mutes bin ich noch einmal durch Airlie Beach gefahren in der Hoffnung, dass vielleicht schon ein Internet Cafe offen haette, aber so viel Glueck hatte ich dann doch nicht. Ok, dann halt nicht. Neues Tagesziel war Mission Beach. Ich denke ich haette mir auch Cairns aussuchen koennen, aber somit hatte ich lieber noch ein bischen mehr Zeit auf der Strecke um ein bischen was anzuschauen.

Habe ich dann auch gleich in der naechsten Stadt, Bowen, gemacht. Die "Big Mango", die nicht wirklich nach einer Mango aussieht ist einfach nur oval und ein bischen bunt! Mit mir hat noch ein Amerikaner angehalten, der ganz viele Fotos mit einer klasse Kamera geschossen hat. Wie ueberall plauscht man halt ein bischen und somit habe ich auch erfahren, dass er auf der Reise ist und alle "Big" Things fotografieren will. Anscheinend haben sie in USA auch einige, wie eine Riesenmoskito und aehnliches, aber von der "Big Mango" war er wirklich angetan, denn so was hatte er nicht erwartet. Erst hat er mich noch gefragt, was das darstellen soll, wenn ich nicht gewusst haette das es eine Mango sein sollte. Wir haben auf jeden Fall noch herzhaft gelacht und sind dann wieder weitergefahren.

Nach einigen immer waermer werdenen km kam ein ganz kleines Hinweisschild "Scenic Lookout". Da ich mal wieder so richtig spontan sein wollte (GRINS) bin ich doch glatt abgebogen in dem vollen Bewusstsein, dass ich mit einem grossen Van unterwegs bin! Gleich zu beginn kam dann auch das Schild "very steep", also sehr steil. Nagut, dachte ich mir, ich kanns ja mal probieren, solange keiner von vorne oder hinten kommt!!!! Im Nachhinein muss ich schon sagen, es war wirklich steil und bin echt stolz auf mein "Monsterle". War wirklich steil! Aber die Climbe hat sich wirklich gelohnt, die Sicht war klasse. Vom Sueden kamen viele dunkle Wolken und im Norden schien die Sonne, somit war klar, ab in den Van und weiter gings. Wollte ja nun nicht noch in einen Regen kommen.

Die Fahrt runter hab ich dann ueberlegt, wie ich da bloss raufgekommen bin?!!Wenn da meine Bremsen versagt haetten.... Ungluecklicherweise kam dann tatsaechlich noch ein Auto auf dieser schmalen Strasse entgegen. Nach kurzem gegenseitigem anlaecheln und grossen Ausweichmanoevern haben wir es dann doch ncoh geschafft. Gluecklich heile unten wieder angekommen zu sein gings dann weiter in Richtung Townsville. Immer wieder gabs zur Abwechslung Baustellen und TANKSTELLEN mit dementsprechenden Pausen. Die Landschaft wurde auch immer gruener durch die ganzen Zuckerrohrfaelder.

In Townsville bin ich gleich wieder zu einem dieser netten Info Points gefahren und die haben mir empfohlen, wenn ich nicht schon ein paar Tage bleibe, sollte ich mir wenigstens die Zeit nehmen und auf den Castel Hill fahren und die Aussicht geniessen. Ich hab nochmal nachgehakt ob das auch mit Van geht und sie meinte nur: sure without any problems.

Gesagt getan, mit Hilfe vom Stadtplan bin ich dann auch wirklich ohne Verfahren durch die grosse Stadt am Fusse dieses "Berges" angekommen und habe mich an den Anstieg gemacht. Ich bin mehr raufgehuepft denn gefahren, denn irgendwer hat sich den Spass gemacht ganz viele schlafende Polizisten auf die Stasse gepackt! Wisst ihr was schlafende Polizisten sind??? Das sind so nette Buckel auf der Strasse, damit man langsam faehrt! Hilft tatsaechlich, aber ich weiss nicht warum sie die dort hingemacht haben!! Aber trotz allem hat es sich gelohnt, tolle Sicht und viel abkuehlenden Wind.

Da ich diesmal schon frueh losgekommen bin, bin ich auch frueh an meinem Ziel angekommen. Mission Beach. Nachdem ich noch einiges vom Nachmittag vor mir hatte, hab ich mich mal in den Pool gestuerzt und die Nachmittagssonne genossen. Waere ja auch gerne ins Meer gehuepft, aber da dort zur Zeit so viele Quallen rumschwirren habe ich es doch lieber gelassen. Nach einem fruehen und ruhigen Abendbrot bin ich dann am Strand noch ein bischen spazieren gegangen.

Auf dem Rueckweg hab ich mich noch nett mit einem Hollaendischen Paeaerchen unterhalten, hab noch einen grossteil gepackt und etwas geputzt und bin dann zufrieden unter die Laken gehuepft.
Und wieder ging ein Tag mit 8 Stunden Fahrt und ca. 500 km zu Ende.

Es hiess, Cairns ist jetzt nur noch 2,5 Stunden entfernt. Somit dachte ich mir, ich koennte mal so richtig ausschlafen und mir ganz viel Zeit lassen, denn ich muss den Van ja erst am Nachmittag abgeben. Aber keine Chance. Um 6 Uhr war die Nacht wieder zu ende und somit bin ich dann um 8 Uhr, nachdem alles wieder in den alten Zustand zurueckversetzt wurde, gekehrt und Wasser aufgefuellt hatte, losgeduest. Eigentlich wollte ich mir noch ein bischen was anschauen aber ploetzlich war ich schon in Cairns. Na gut, dachte ich mir, dann kuck ich mir doch mal ein paar Backpacker an. Nach einigem Suchen habe ich dann meinen jetztigen Standpunkt gefunden. Relativ gut im Zentrum aber nicht zu laut. Nachmittags habe ich den Van wieder abgegeben und fast das komplete Benzingeld wiederbekommen. Nachdem keine Busse mehr gefahren sind, warum auch immer, hab ich dann einen schoenen Marsch von ca. 6 km in die Stadt zurueck gemacht. Etwas verschwitzt, wegen der Luftfeuchtigkeit, kam ich dann wieder im Hostel an und hab mich schon auf die Dusche gefreut.

Somit geht auch dieses Abenteuer mit ungefaehr 2000 gerahrenen km und edlichen Stunden auf der Strasse zu Ende.

Ich hoffe Fotos folgen bald! Gruessele aus dem schwuelen Cairns.

4. November 2007

Tour Brisbane nach Cairns Teil 2

Nachdem ich so "frueh" ins Bett gefallen bin, hat mich die Sonne auch gleich morgens schon "frueh" wieder geweckt. Somit war ich um 6.30 auch schon wieder auf den Beinen und habe meinen Van wieder in einen fahrbaren Untersatz zurueckverwandelt, zumindest teilweise! ;) Nach einem kurzen Toastfruehstueck, und einer Runde TANKEN, gings wieder auf die Piste.

Mittlerweile liebe ich wirklich die mehr oder weniger kleinen Info points, wo sie einem immer ganz freundlich und nett einem mit alle ihrem Wissen zur Seite stehen. Somit wurde mir auch ein super Parkplatz in Rockhampton auf der Landkarte gezeigt, so dass ich mit meinem "Monsterle" nicht zwischen den eng parkenden Autos rasten musste um kurz in einem der riesiegen Shopping Centren einzutauchen. Eigentlich wollte ich nur meine Karte schnell freischalten lassen, aber gut, nach einer sehr guten halben Stunde konnte ich mich dann wieder loseisen und den naechsten Teil der Reise antreteten, da ich ja noch gut vor Augen hatte, dass man hier fuer bestimmte Strecken einfach laenger braucht.
Ich weiss gar nicht, warum es mir die Postkarten zur Zeit so angetan haben! ;) Und man immer so viel Zeit braucht die schoensten zu finden......

Mein Tagesziel war Mackay, so ca. 350 km Highway....... Fragt nicht nach der Zeit, versucht mal zu raten!! Aufloesung kommt erst zum Schluss! So, aber bis Mackay ist die Strecke relativ unspektakulaer und wird auch immer karger, Landschaftlich gesehen. Als ich dann schon glaubte, meinen Mund wuerde austrocknen, gab es zur allgemeinen Aufruettelung noch einen Bushbrand zu sehen. Eine ebenfalls sehr staubige und geruchsstarke Erfahrung.

Am fruehen Nachmittag habe ich im Nichts angehalten und mich zu einigen anderen Vans und Moterhomes gestellt. Ok, dankbarer Weise gabs auch ein stilles Oertchen und eine TANKSTELLE! Nach einem netten Tratsch mit drei Franzosen und viel Bewunderung fuer mein kleines "Monsterle" gings dann auch schon weiter. Ploetzlich, 3 Stunden spaeter, tauchte auf einmal Mackay auf. Mit grossen Augen bin ich dann glatt durchgefahren und dann kam mir auf die Schnelle noch der Gedanke, Airlie Beach ist auch nicht mehr weit entfernt! Also gut, kann ja nicht schaden, wenn man ein paar weniger km am naechsten Tag zu fahren hat! Ist irgendwie schon ein komisches Gefuehl, wenn man die Strecke schon kennt und weiss, dass hier ganz viele Kaengurus rumhuepfen. Aber Pustekuchen, diesmal nicht, nur ganz viele Rinder!! Nach insgesamt ca. 500 km kam ich in Airlie Beach an. Na was glaubt ihr, wie lange habe ich gebraucht?? Es waren so um und bei 8 Stunden! Ja ich weiss, kaum zu glauben.

Bin dann mit meinem kleinen "Monsterle" dann auch gleich auf einen netten Parkplatz gefahren, etwas abseits und hatte im Hinterkopf, dass ich da vielleicht stehen bleiben kann fuer die Nacht! Hab dann auch gleich drei nette Deutsche im Wicked Van getroffen, die da auch Pause gemacht haben und die gleiche Idee wie ich hatten. Allerdings haben sie schon mit anderen gesprochen, die das die Nacht davor ausprobiert haben und da kam gleich die Polizei vorbei und meinte, dass sie hier nicht stehen bleiben koennen, also hatten sie sich einen anderen Platz gesucht und um 3 Uhr morgens hat es wieder ordentlich am Fenster geklopft und die nette Polizei stand wieder da. Einmal hatten sie es dann noch wo anders probiert und hatten schon beim Moter ausschalten die netten Polizisten neben sich. Was soll man da machen!!??

Nach so einem netten Plausch habe ich mir gedacht, mein "Monsterle" ist ja noch auffaelliger als so ein suesser schnuckeliger kleiner Wicked Van, von daher hab ich gleich gar keine Chance. Bevor ich es mir noch Gemuetlich gemacht habe bin ich dann schon im halbdunkel zum Koalas gefahren, da die auch einen Karavanpark hatten. An der Rezeption bekam ich dann gleich zu hoeren, dass mit Strom kein Platz mehr frei ist, was nicht weiter tragisch war, und die zwei freien Plaetze evtl. aber schon besetzt sind. Hab dann noch gefragt: Wie ihr wisst nicht ob da jemand steht?? Haben die denn nicht bezahlt? Beides hat sie mit nein beantwortet und meinte nur noch ich solle mal kucken fahren und wenn ich einen Platz gefunden haette solle ich wieder kommen, ansonsten wuenscht sie mir viel Glueck wo anders was zu finden.

Mit diesen Worten bin ich dann ziehmlich weit nach hinten durchgefahren, jetzt war es schon dunkel, und habe tatsaechlich auf den von ihr beschriebenen Plaetzen nichts mehr gefunden, aber dafuer eine andere ganz nette und versteckte Ecke. Bevor ich dort aber gepackt habe, habe ich mir noch die Sanitaeren Anlagen angeschaut, denn bisher brauchte ich entweder einen Schluessel oder einen Code um reinzukommen. Hier allerdings nichts. Ok, dachte ich mir, dann mal los. Kurzer Blick auf die Uhr sagte mir, dass das Buero aber schon zu hatte.... Was nun, hmm, ok, keiner mehr vorne, dann bleib ich einfach hier stehen. Nach einer gemuetlichen Dusche und ein bischen Lonely Planet studieren habe ich mein Haupt dann weich gebettet. Allerdings konnte ich vor lauter Aufregung, ob nicht doch jemand zum kontrollieren kommt bin ich bis um 22 Uhr nicht wirklich eingeschlafen. Hab es dann aber doch noch geschafft! ;)

Und wieder ein Tag mit ca. 500 km von Gladstone nach Airlie Beach geschafft.

3. November 2007

Tour Brisbane nach Cairns Teil 1

Mit grosser Aufregung ging mein Adventure mit dem Van los.
Aber vorweg kurz erklaert. Den Van habe ich ueber Standbycars.com gefunden. Das sind Autos/Vans, die an ihren Ursprungsort zurueckgebracht werden muessen. Sie kosten pro Tag nur 1-5 Dollar plus Versicherung. Somit kann man gut und guenstig reisen. Nachteil ist nur, dass man die Tour in einer gewissen Zeit schaffen muss! Selbst Benzinkosten bekommt man bis zu einem bestimmten Betrag wieder.

Ich hatte fuer meine Strecke, ca. 1800 km, vier Tage Zeit. Man denkt, locker aber..... Letztendlich habe ich die Strecke gut bewaeltigt und bin ca. 2000 km gefahren. Gesehen habe ich dabei aber nicht wirklich viel, da die Strassen so schlecht sind. Der "Highway" besteht ab Noosa, das ist ca. 150 km noerdlich von Brisbane, aus nur EINER Spur!!! Tja, das ist aber nicht das einzige, dann kommt auch noch die Geschwindigkeitsbegrenzung mit max. 110 dazu. Durch Doerfer, Staedte und Baustellen kann es dann auch auf 40 km/h begrenzt werden. Aber gut, der Reihe nach.

Mittwoch morgens um 10 Uhr wollte ich eigentlich los. Aber da fing das Spektakel auch schon gleich an. Erst wussten sie nicht, welchen Van ich bekommen sollte. Gedacht war mal ein kleiner Van fuer zwei!! Letztendlich habe ich den grossen und neueren bekommen, fuer insg. 4 Personene!! Habe ihn dann auch recht schnell liebevoll "mein Monsterle" getauft. Als das geklaert war, wollte meine Visa Karte nicht mitspielen. Selbst ein klaerender Anruf in Deutschland hat nicht geholfen, denn da haben ja noch alle geschlafen!!! Also gut, dann eben mit der Master Card. Bis ich die allerdings gefunden hatte.... Hab sogar meinen Rucksack ausgeraeumt! Fuer die anderen sah es bestimmt witzig aus!! ;) Nur habe ich dann festgestellt, dass sie nicht im Rucksack zu finden ist, sondern in meiner Handtasche!!!

Mit ueber einer Stunde Verspaetung bin ich dann um kurz nach 11 Uhr auf den Highway mit dem Ziel Rockhampton (Rocky). Man muss sich erstmal an so ein grosses Gefaehrt gewoehnen!! Aber auf dem Highway ist das echt ok. Dann ab Noosa wurde es wie gesagt einspurig und ich habe schon gemerkt, dass ich mehr Zeit brauche als ich eingeplant hatte!! Und das ohne irgendwelche Besichtigungen, da ich die Ecke ja noch kannte. Insgesamt wollte ich an diesem Tag nur schlappe 550 km (oder aehnlich) fahren. Nach ca. 5 Stunden habe ich mein Tagesziel um einige km gekuerzt und mir Gladstone vorgenommen. Beinahe haette ich auch dieses Ziel nicht geschafft. Nach ca. 400 km hatte ich so ein nettes blinken auf meinem Amaturenbrett!!!! Nach genauerem hinsehen durfte ich dann feststellen, dass mein letzter viertel Tank im nu wie abgesaugt war und das Benzinlaempchen wie wild geblinkt hat. Alleine davon wird man schon ganz nervoes! Zu allem Uebel war keine Tankstelle in Sicht!! Ich habe Rotz und Wasser geschwitzt, geflucht (sorry), gebetet und meinem "Monsterle" gut zugeredet, halt alles, um diesen Van zum fahren anzutreiben, damit er nicht in der Wallerhei zwischen Nichts und Nirgends, wo selten mal jemand vorbeikommt stehen zu bleiben!

Da, ein Schild, in 15 Minuten eine Tankstelle! Wie koennen sie das so genau sagen???? Aber gut, erst da merkt man, wie lange 15 Minuten sein koennen, besonders wenn man versucht Spritsparend zu fahren!! Der Zeiger rutscht immer tiefer und mit dem letzten Tropfen Petrol bin ich dann auf eine klitzekleine Tankstelle gerollt. Noch beim tanken dachte ich DANKE, hab mein "Monsterle" auch noch eine Scheibenwaesche gegoennt! ;) Komplet durchnaesst bin ich dann schon im dunkeln nach Gladstone eingerollt und habe auf dem erstbesten Campingplatz geparkt.

Nach einem ganzen Tag in der Sonne war es im Van natuerlich sehr warm und schwuel und das naechste Abenteuer stand bevor. Betten bauen!! Nick, vom Mietwagenladen, hat sich da nicht lange mit aufgehalten um es mir zu erklaeren. Grosser Kampf mit dem ganzen Material und ich war schon knapp davor, das Dachbett zurecht zu machen, als sich die letzten Teile wie im Puzzel zusammenfuegten. Also war der Schlafplatz doch noch gesichert. Hunger?? Dank Joern gab es gesponserte Baked Beans mit Toast! Ok Kaese war auch noch dabei! ;)

Nachdem ich dann auch noch die Duschen auf dem Campingplatz gefunden hatte, war der Abend gerettet und nach der ganzen Aufregung bin ich auch schnell eingeschafen.
Mein letzter Gedanke war: hoffentlich bleibt es nicht die ganze Zeit sooooo aufregend! ;)

Somit die erste Strecke, Brisbane nach Gladstone, von knapp 400 km mit knapp 8 Stunden Fahrzeit bewaeltigt. Man was war ich stolz;)

30. Oktober 2007

Zwischenstop bei Familie Harbeck

Heute nur ein Kurzbericht von gestern, da es so witzig war.

Bevor ich mein Auto am Mittwoch abholen kann, mache ich einen kurzen Zwischenstop in Brisbane/Carina bei Familie Harbeck. Bevor ich allerding dort angekommen bin, habe ich durch Zufall im Bus Jeff, oder besser gesagt Jeff hat mich, wiedererkannt. Wir waren in der gleichen Gruppe beim Storybridge Climbe, und er wohnt nur ein paar Strassen weiter, von dort wo ich aussteigen musste! Wir haben uns noch sehr nett und lebhaft unterhalten und er ist sogar extra fuer mich eine Station spaeter ausgestiegen, damit ich meinen Stop nicht verpasse. Das sind halt Australier! ;)
Ich sags ja immer wieder. Man trifft sich immer zwei Mal!!

Nachdem ich dann bei Familie Harbeck eingetrudelt bin, kam ich auf die gloreiche Idee vor dem Essen, die Jungs Henry und Tillman mal nach den Cricket Regeln zu fragen, nachdem ich ihre Pokale in ihren Zimmern bewundert habe! Ich wusste ja von vorn herein, dass dies ein Spiel ist mit gaaaaannnnzzzz vielen Regel ist. Aber da ich es immer wieder im TV gesehen hatte und noch immer nicht verstanden hatte!!! machte ich mich auf einiges gefasst. Henry hat die Fuehrung beim erklaeren ubernommen, und nachdem ich lebhaftes Interesse gezeigt hatte, durch saemtliche Fragen die mir im Kopf so rumgeschwirrt waren, war es schwer ihn wieder zu bremsen! ;) Ich muss dazu sagen, er hat es echt gut erklaert. Ich glaube es im groben und ganzen doch verstanden zu haben, obwohl er es auf Englisch und mit saemtlichen Fachausdruecken, die das Spiel beinhaltet, ausgeschmueckt hat! ;) Und wie es so kommen muss, war der praktische Teil nach dem theoretischen nicht weit entfernt. Somit wurde ich dann auch noch in den Garten mitgenommen, wo mir dann die Schlaeghaltung, Beinstellung und vieles mehr erklaert wurde. Nachdem beide Jungs sich wirklich grosse Muehe gegeben haben, mich nicht gleich abzuschiessen, habe ich sogar ein oder zwei Baelle getroffen. Bin jetzt stolz wie Oskar ;) Bevor ich allerdings geschlagen habe, durfte ich mich im werfen ueben, und auch das hat so seine Tricks und Technik!!! Mit Spin, mit Geschwindigkeit (was zu anfang echt noch nicht moeglich ist ;),..... Ich war froh, dass der Ball nicht in Nachbars Garten verschwunden ist.... Nein, ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber es war nicht ganz einfach, den Ball da aufkommen zu lassen wo er sollte! Nach so viel Spass gabs dann ein gutes und "staerkendes" Abendessen. Bin schon gespannt, ob mich die Jungs heute nach der Schule auch wieder mit den Garten nehmen.

Ach ja, das Maennerballet war echt spitze. Wir haben uns kugelig gelacht. Hab noch nie ein so technisch klasse Ballet mit so viel Spass und Comedy gesehen. Wer mal die Chance hat, sich das Maennerballet aus New York anzuschauen, sollte es echt machen. Lohnt sich. ;)

25. Oktober 2007

Neue Bekanntschafen

Ich habe in Noosa viele nette und liebe Menschen von ueberallher kennengelernt.

Natasha war die erste, die mir ueber den Weg gelaufen ist. Sie war meine Zimmergenossin und kommt aus Enlgand. Sie hat einen Freund in Sydney und ich freu mich schon, sie dort wieder zu treffen. Sie hat mir auch den Unterschied zwischen awesome und gorgerous erklaert! Gar nicht so einfach aber letztendlich glaub ich es verstanden zu haben! ;)

Rebecca habe ich eines Abend durch Zufall kennengelernt. Sie kommt aus Muenster und faengt bald ihrer Karriere am Bonner Theater als Buehnenplastikerin an. Haben uns auch auf anhieb gut verstanden und viel miteinander unternommen. Danke fuer deine Begleitung beim Kajaken und das Kaeffchen, das ja kein wirkliches war. Werd ich bestimmt so schnell nicht vergessen! ;) Freu mich schon, wenn es klappt, dass wir uns in Cairns treffen.

Die drei schweizer Maedles habe ich dann noch am letzten Abend kennengelernt. Von links, Irma, ich ;), Andrea und Petra. Irma und Petra sind miteinander gereist und Andrea ist auch auf eigene Faust unterwegs. Mal sehen, die Adresse hab ich ja und die Schweiz ist ja nicht so weit weg. War auf jeden Fall lustig der Abend mit euch.

Isabelle aus Holland war eigentlich eine ganz kurze Bekanntschaft, denn sie ist erst abends angekommen und wohnte im gleichen Zimmer. Sie ist auch auf eigene Faust unterwegs und hofft hier in Australien Arbeit zu finden. Drueck dir die Daumen.

Ansonsten habe ich noch Verena und Stefan aus Schwaebisch Hall, Andi, Tanja und Panela aus Schweden, Flo aus Sersheim, Georga aus England und bestimmt noch einige mehr kennengelenrt.

Wenn das so weiter geht, dann ist mein Adressbuch bald voll ;)

Noosa

Da ich fuer Noosa noch ein Auto zur Verfuegung hatte ging es uebers Hinterland, einem gorssen Stausee und die Glashouse Mountain nach Noosaville wo das Hostel war.
Abends im Hostel angekommen habe ich nicht mehr viel gemacht. Mit Natasha, kommt aus England, bin ich gleich gut zurecht gekommen und so haben iwr uns am naechsten Tag zum Eumundi Market gemacht. Er ist riesig, mit seinen 200 Staenden und man findet wirklich alles hier, Holzarbeiten, Kleidung, Musik, Kunst, Schmuck, Gemuese, Obst,..... Wirklich toll. Wir waren gleich frueh morgens da, weil wir uns noch den Nationalpark fuer diesen Tag vorgenommen hatten. So schnell sind wir dann aber doch nicht wieder weg gekommen, denn wir sind aus dem staunen, lauschen, naschen und testen nicht mehr rausgekommen. Es war schon frueher Nachmittag, bevor wir wieder im Hostel mit dampfenden Fuessen waren. Nach einer kleinen Abkuehlung bin ich dann noch in den Stadtkern spaziert und hab mir zur Belohnung noch einen schoenen Cappuccino geleistest. Abends habe ich mit Natasha dann noch ein paar Bierchen an der Hostelbar gezischt und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen. ;)
Da ich gar nicht so lange schlafen konnte, denn die Sonne hat sich so ins Zimmer geschlichen! ;) bin ich dann frueh raus und hab mir den naechsten Markt, am Hafen, angeschaut. Bin eine gute halbe Stunde maschiert, und insgesamt drei mal besprekelt worden. Ja, es hat getreopfelt!!! Gluecklicherweise war ich beim grossen Schauer schon auf dem Markt und konnte mich unterstellen. Aber auf dem Heimweg zur Mittagszeit hat es dann nochmal so richtig geregnet, somit konnte ich mir die Dusche dann auch sparen! Natasha hatte schon ganz ungeduldig auf mich gewartet, denn der Nationalpark hat ganz stark gerufen. Somit nur ganz schnell die Klamotten gewechselt und ab gings auf zu neuen Abenteuern. Wir sind immer an den Klippen entlang und hatten tolle Aussichten auf kleine Buchten, Straende und Felsenlandschaften. Echt klasse. Nach ca. einer Stunde Marsch, vielen Fotos und tollem Panorama haben wir auf einem Felsvorsprung dann halt gemacht und wurden glatt mit einer Gruppe springender Wale belohnt. Leider waren sie zu weit weg, als das man sie auf dem Foto wiedererkannt haette!!! Da es uns die kleinen Buchten angetan hatten, wollten wir am naechsten Tag wiederkommen und dann schoen in Ruhe baden und sonnen gehen. Hat leider nicht geklappt, da ja erstens immer alles anders kommt und zweitens als man denkt! Somit habe ich mich nach dem gescheiterten Versuch alleine mit dem Auto nach Gympie gemacht. Ist eine suesse kleine Stadt. Auf dem Rueckweg habe ich dann durch Zufall noch einen tollen Botanischen Garten mit See und einen super schoenen Lookout ueber das Hinterland gefunden. Somit hat sich alles noch ins gute gewandelt und zum Tagesabschluss habe ich dann noch Flo, aus Sersheim, und Rebecca, aus Muenster, kennengelernt und hatten einen feucht froehlichen und langen Abend verbracht.
Kajaken wollten wir auch noch gehen, also gesagt getan, Kajaks ausgeliehen und ab aufs Wasser. Da wir erst mit dem Strom gefahren sind hatten wir gaaaaaanz viel Spass auf dem Rueckweg! ;) Nach ca. zwei Stunden sind wir wieder gluecklich an unserm Einstieg gelandet und mussten erstmal zur Abkuehlung in den Pool. Nach kurzer Ruhephase gings dann auch gleich weiter zum naechsten Lookout und dann zum Sunshine Beach. Welch Ruhe, richtig schoen. Hatten wir uns auch verdient! ;) Nach einem kurzen Schwatz mit Verena und Stefan, aus Schwaebisch Hall, hat uns so viel Sonne echt kaputt, alsoe muede gemacht und so sind wir alle frueh ins Bett.
Da Noosa wirklich viele Urlauber und Touristen hat, gab es mal wieder einen Markt zum anschauen, der etwas kleiner und nicht so voll war. Um noch mal so richtig Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen, sind dann Rebecca, zwei Schwedinnen und ich noch mal zum Strand und haben uns nur von der Sonne verwoehnen lassen. Abends war dann nur noch packen und letzte Kontake knuepfen angesagt. Hab noch drei ganz liebe Schweizerinnen getroffen, Irma, Petra und Andrea. Irgendwann um und bei bin ich dann ins Bett gefallen.
Der Abschied fiel schwer, denn Noosa ist echt schoen. Auf dem Rueckweg nach "Hause" zur Familie habe ich mir noch die Gingerfabrik, die Big Pinnaple und die Glashouse Mountains noch angeschaut.
Somit ist mein letzter Urlaub-Urlaub vorbei und das grosse unbekannte reisen kann beginnen! Aber zurerst schaue ich mir am Wochenende noch ein tolles Maennerballet an. Wird bestimmt lustig. Bis bald

19. Oktober 2007

Ein Ende und ein neuer Anfang

Ja, nachdem ich jetzt ja schon lange nichts mehr geschrieben habe, wird es jetzt Zeit, dass ich euch mal die letzten Ereignisse mitteile.

Ein Ende steht in Sicht, naemlich das Ende meiner Aupair Zeit. Sandra, die neue ist schon da und versucht gerade mit den Kindern warm zu werden. Ist irgendwie schon ein komisches Gefuehlt, wenn man die Kinder jetzt so nach einem halben Jahr an jemanden uebergibt und sich wieder seiner freien Zeit widmen kann. ;)
Die Familie ist so nett und ueberlaesst mir das Auto noch fuer einen letzten grossen Ausflug, der nach Noosa geht. Danach gibs dann einen neuen Anfang, bei dem ich noch nicht weiss, ob er in den warmen und schwuelen Norden oder doch lieber in den kuehleren Sueden geht. Fruit picking ist fast ueberall moeglich. Da stehen jetzt einfach noch ein paar Recherchen an und Ende des Monats muss ich mich dann entscheiden. Irgendwo habe ich aber auch noch Wasser im Sinn, also arbeiten auf einem Boot und das im Great Barrier Reef, waehre auch toll. Tja, so ist es, aber ich muss euch sagen, es ist auch ein tolles Gefuehl, wenn man einfach mal abwarten kann was kommt! ;)
So, der naechste Bericht kommt dann aus Noosa. Ich hoffe ich schaffe es recht flott.

Sonnige, warme und liebe Gruesse aus dem noch Fruehlingshaften Australien

8. Oktober 2007

Oktoberfest

Eigentlich wollte ich heute einen richtig schoenen und aufregenden Blog schreiben, aber irgendwie kommt alles doch anders als man denkt!!

Also, Oktoberfest, ich denke, kennen tun es alle, ob ihr nun schon dort ward oder nur davon gehoert habt! Somit wisst ihr auch, dass es recht gross ist und viel Spektakel geboten wird, richtig? Das sie hier nicht an das Muenchner rankommen wusste ich ja gleich, aber immer der Reihe nach.

Hier in der Naehe gibt es einen German Club, in dem sich hauptsaechlich eingewanderte Deutsche zum tratschen, tanzen und essen verabreden. Das letzte mal als ich da war, gabs einen Rock'n Roll Tanzkurs, der auch gut besucht war, und somit auch recht voll war. Zu dem Zeitpunkt haben sie auch schon davon gesprochen, dass sie dieses Jahr wieder ein Oktoberfest machen wollen. Gesagt getan. Hab mich auf ihrer Homepage dann informiert, wann sie dieses Besagte abhalten und war schon das erste mal ueberrascht, denn sie haben jedes Wochenende im Oktober "Oktoberfest", halt nur am Wochenende. Ok, dachte ich mir, wenn sie schon so gross Werbung dafuer machen, dann geh ich mal hin und schau es mir mal an, ohne grosse Erwartungen.

Trotzdem voller Vorfreude habe ich mich dann ins Auto geschwungen und bin hin. Schon als ich ankam dachte ich mir, hmm, wenig Autos. Hatte ich mich im Datum verkuckt? Naja, wenn ich schon mal da bin, dann geh ich auch rein. Drinnen hatten sie es schon ein wenig wie in einem Bierzelt versucht zu gestalten, mit Girlanden und weiss-blauen Luftballons. Also demnach war Oktoberfest. Ok, vielleicht lag es ja auch nur daran, dass ich relativ frueh da war. Hab extra das Abendessen ausfallen lassen, damit ich mal wieder was deutsches essen kann, halt so typisch bayrisch, Oktoberfestmaessig eben. Nichts da, keine Schweinshaxe oder a halbs Haendl!! Also gut, dann halt Cammenber mit Preisselbeeren, muss sagen, war echt lecker. Beim Essenholen wurde ich dann gleich von einem netten aeltern Mann eingeladen, mich zu ihrer Gruppe aus fuenf Leuten zu setzten. War auch echt lustig. Irgendwann hab ich mich dann mal erkundig, wann es denn so richtig losgeht mit passender Musik und so. Da meinten sie nur lachenend, wir sind doch schon mittendrin!!!! Soviel zum Oktoberfest. Spaeter haben sie mir dann erzaehlt, dass sie vor vielen Jahren, so ca.5!!!, noch richtig ein Oktoberfest hatten, mit grossem Zelt und Biertischen und richtiger bayrischer Musik und so. Leider hat ihnen das Goverment das Fest nur unter bestimmten Voraussetzungen genehmigt, und dazu gehoert dann ein grosser Kostenaufwand alleine fuer Sicherheitsbeamte und Versicherung. Echt schade. Nachdem ich mich damit abgefunden habe, dass es nicht mehr wird und ich von hauptsaechlich aelteren Leuten umgeben war, hatte ich dann noch meinen Spass mit der Truppe. Sie waren alle ganz nett und so haben wir froehlich in einem Kauderwelsch aus Englisch und Deutsch oder auch beidem, dem sogenannten Denglisch, uns ueber alles moegliche unterhalten. Statt Bier haben wir lieber Wein getrunken und das Tanzbein haben sie auch alle noch ganz flott geschwungen, knapp am Drehwurm vorbei! ;)

Irgendwann so kurz vor Mitternacht habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht, nachdem der Club schon fast leer war. Auf dem Rueckweg hatten wir dann noch ein tolles Gewitter, bestehend aus mehr Blitzen als Regen. Aber das Schauspiel war echt toll.

Alles in allem war ich vom "Oktoberfest" hier enttaescht, aber Spass hatte ich trotzallerdem!!

25. September 2007

Art burning in Toowoomba

Nachdem ich in Toowoomba schon einiges gesehen habe, wurde ich zu einem ganz speziellen Abend eingeladen. Zur Verbrennung von einem Kunstwerk. Was eigentlich an sich ja schon schade ist, da es das Kunstwerk nacher nicht mehr gibt!!! Das Motto hiess “Wie sieht Toowoomba im Jahre 2050 aus?”

Waehrend des Vormittags wurde im Showground in einer Halle schon einiges fuer die Kinder veranstaltet, wie zum Bleistift: eine Stadt aus Pappkartons jeder Groesse zu bauen und anmalen, Musik und Rhytymen auf den unterschiedlichsten Trommeln erklingen lassen, Gesichter bemalen, Zukunfstplaene auf Papier festgehalten, von den Kindern in gemalter und geschriebener Form und vieles vieles mehr…ach ja, beinahe haette ich es vergessen, auch am Kunstobjekt durften sich die Kids beteiligen. Sie haben ihre Wuensche und Traeume auf einen laenglichen Zettel geschrieben und dann in das Kunstwerk eingewoben. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch mal erklaeren, wie und was das Kunstwerk darstellte.
Erdacht und gebaut wurde es von Len Watson, der das Projekt in seine Studienarbeit einfliessen laesst. Er hat sich mit Bambus, Peddigrohr und Papier ans Werk gemacht. Rausgekommen ist eine riesige Sanduhr. Symbolisch zeigte sie, wie die Zeit vergeht von heute bis in die Zukunft. Und in eben diese, aus Peddigrohr dargestellten Glaeser, durften die Kids ihre Zettel einweben, die sie zuvor sehr farbenfroh und liebevoll beschrieben und bemalt haben. Die Sandglaesern wurden auch von innen mit Papier gefuellt. Und um all dem eine Stabilitaet zu geben, gab es ein Bambusgeruest. Auch hat er sich noch eine Ueberraschung einfallen lassen, dazu aber spaeter! ;) Die Kinder waren sehr fleissig und so sah die “Sanduhr” schoen bunt und viel beschrieben aus. Nachdem der Workshop vorbei war, kamen viele starke Maenner und haben das Kunstwerk nach draussen getragen, denn in der Halle ist ein denkbar schlechter Ort, geschweige denn das man es darf, um es zu verbrennen. Jetzt wurde nur noch auf den Sonnenuntergang gewartet, da Feuer ja bekanntlich da erst so richtig zur Geltung kommt! Bis es allerding soweit war habe ich mir alles mal angeschaut, was die Kinder sonst noch so kreiert haben und ich muss sagen, ich war wirklich erstaunt. Die Pappstadt war riesig, richtig mit Hochhaeusern, Restaurant, Hotels, einer Schaukel die fast so gross war wie die Hochhaeuser! ;), Booten, die auf gemaltem Wasser geschwommen sind. Sogar ein Krankenhaus und eine Polizei gab es!
Endlich war es dunkel und es haben sich richtig viele wieder eingefunden. Muessen so um die 200 Leute gewesen sein. Es wurden alle Lichter geloescht und dann ging es los. Zuerst hat man nur ein paar kleine Flammen gesehen, die immer mehr wurden. Fuenf Kinder, im Alter von 9 bis 16 Jahren, und drei Erwachsene haben mit dem Feuer getanzt. Jeder mit einer eigenen Flamme. Sah echt toll aus, da man eben nur die Bewegungen vom Feuer gesehen hat! Teilweise haben sie alle zusammen ihr Koennen gezeigt , dann nur zwei, oder auch nur eine Person. Hab richtig eine Gaensehaut bekommen! Und ich finde die Bilder sind auch toll geworden. Bin fast ein bischen stolz drauf! (Grins)
Nach einer halben Stunde Feuertanz kam dann der grosse Augenblick, denn sie haben mit ihren kleinen Flammen das grosse Kunsterwerk, die Sanduhr, in Brand gesteckt. Das Papier hat sehr schnell gebrannt und auch das Peddigrohr. Und hier kommt noch die Ueberraschung. Nachdem das Papier, was ja sehr schnell verbrennt, aufgebraucht war, kam eine aus Metall 2050 zum Vorschein, die im unteren Teil versteckt war. Nach und nach ist das ganze Kunstwerk dann verbrannt. Aber noch bevor es ausgebrannt war, startete ein riesiges, tolles und nicht endendes Feuerwerk. Es war richtig prachtvoll.

Nach insgesamt einer Stunde voller toller Feuereindruecke und vielen vielen Fotos hatte ich eine sehr lebhafte Nacht. Am naechsten Morgen habe ich immer noch gelaechelt.
An dieser Stelle moechte ich mich noch fuer die nette Einladung und Uebernachtung bedanken, es war wirklich toll. Allerdings ist es schade, dass es das Kunstwerk jetzt nur noch auf Fotos und Video zu sehen ist!!