25. September 2007

Art burning in Toowoomba

Nachdem ich in Toowoomba schon einiges gesehen habe, wurde ich zu einem ganz speziellen Abend eingeladen. Zur Verbrennung von einem Kunstwerk. Was eigentlich an sich ja schon schade ist, da es das Kunstwerk nacher nicht mehr gibt!!! Das Motto hiess “Wie sieht Toowoomba im Jahre 2050 aus?”

Waehrend des Vormittags wurde im Showground in einer Halle schon einiges fuer die Kinder veranstaltet, wie zum Bleistift: eine Stadt aus Pappkartons jeder Groesse zu bauen und anmalen, Musik und Rhytymen auf den unterschiedlichsten Trommeln erklingen lassen, Gesichter bemalen, Zukunfstplaene auf Papier festgehalten, von den Kindern in gemalter und geschriebener Form und vieles vieles mehr…ach ja, beinahe haette ich es vergessen, auch am Kunstobjekt durften sich die Kids beteiligen. Sie haben ihre Wuensche und Traeume auf einen laenglichen Zettel geschrieben und dann in das Kunstwerk eingewoben. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch mal erklaeren, wie und was das Kunstwerk darstellte.
Erdacht und gebaut wurde es von Len Watson, der das Projekt in seine Studienarbeit einfliessen laesst. Er hat sich mit Bambus, Peddigrohr und Papier ans Werk gemacht. Rausgekommen ist eine riesige Sanduhr. Symbolisch zeigte sie, wie die Zeit vergeht von heute bis in die Zukunft. Und in eben diese, aus Peddigrohr dargestellten Glaeser, durften die Kids ihre Zettel einweben, die sie zuvor sehr farbenfroh und liebevoll beschrieben und bemalt haben. Die Sandglaesern wurden auch von innen mit Papier gefuellt. Und um all dem eine Stabilitaet zu geben, gab es ein Bambusgeruest. Auch hat er sich noch eine Ueberraschung einfallen lassen, dazu aber spaeter! ;) Die Kinder waren sehr fleissig und so sah die “Sanduhr” schoen bunt und viel beschrieben aus. Nachdem der Workshop vorbei war, kamen viele starke Maenner und haben das Kunstwerk nach draussen getragen, denn in der Halle ist ein denkbar schlechter Ort, geschweige denn das man es darf, um es zu verbrennen. Jetzt wurde nur noch auf den Sonnenuntergang gewartet, da Feuer ja bekanntlich da erst so richtig zur Geltung kommt! Bis es allerding soweit war habe ich mir alles mal angeschaut, was die Kinder sonst noch so kreiert haben und ich muss sagen, ich war wirklich erstaunt. Die Pappstadt war riesig, richtig mit Hochhaeusern, Restaurant, Hotels, einer Schaukel die fast so gross war wie die Hochhaeuser! ;), Booten, die auf gemaltem Wasser geschwommen sind. Sogar ein Krankenhaus und eine Polizei gab es!
Endlich war es dunkel und es haben sich richtig viele wieder eingefunden. Muessen so um die 200 Leute gewesen sein. Es wurden alle Lichter geloescht und dann ging es los. Zuerst hat man nur ein paar kleine Flammen gesehen, die immer mehr wurden. Fuenf Kinder, im Alter von 9 bis 16 Jahren, und drei Erwachsene haben mit dem Feuer getanzt. Jeder mit einer eigenen Flamme. Sah echt toll aus, da man eben nur die Bewegungen vom Feuer gesehen hat! Teilweise haben sie alle zusammen ihr Koennen gezeigt , dann nur zwei, oder auch nur eine Person. Hab richtig eine Gaensehaut bekommen! Und ich finde die Bilder sind auch toll geworden. Bin fast ein bischen stolz drauf! (Grins)
Nach einer halben Stunde Feuertanz kam dann der grosse Augenblick, denn sie haben mit ihren kleinen Flammen das grosse Kunsterwerk, die Sanduhr, in Brand gesteckt. Das Papier hat sehr schnell gebrannt und auch das Peddigrohr. Und hier kommt noch die Ueberraschung. Nachdem das Papier, was ja sehr schnell verbrennt, aufgebraucht war, kam eine aus Metall 2050 zum Vorschein, die im unteren Teil versteckt war. Nach und nach ist das ganze Kunstwerk dann verbrannt. Aber noch bevor es ausgebrannt war, startete ein riesiges, tolles und nicht endendes Feuerwerk. Es war richtig prachtvoll.

Nach insgesamt einer Stunde voller toller Feuereindruecke und vielen vielen Fotos hatte ich eine sehr lebhafte Nacht. Am naechsten Morgen habe ich immer noch gelaechelt.
An dieser Stelle moechte ich mich noch fuer die nette Einladung und Uebernachtung bedanken, es war wirklich toll. Allerdings ist es schade, dass es das Kunstwerk jetzt nur noch auf Fotos und Video zu sehen ist!!

18. September 2007

Toowoomba

Toowoomba liegt in ca. 600 m Hoehe und wird auch als die Blumenstadt bezeichnet, denn normalerweise bluehen hier das ganze Jahr die Blumen in allen Farben und Formen und alles ist gruen. Doch auch hier hat sich in den letzten Jahren die Wasserknappheit bemerkbar gemacht und somit findet man nur noch hin und wieder gruene Wiesen.

Aber deswegen darf das Flower Festival nicht ausfallen. Sie haben es mittlerweile auf einen grossen Park beschraenkt, und den duerfen sie auch nur mit recyceltem Wasser giessen! Wenn man in diesen Park hineinkommt, haut einen die Blumenpracht fast um. Sie haben ihn wirklich sehr schoen angelegt. In allen Farben und Formen, Groessen, Laengen und Breiten, geschwungen, rund, eckig, sternfoermig….. Echt toll. Ich war ja nun eine Woche vor dem Festival da, aber die Blumen sind schon alle an ihrem Platz und man sieht auch nicht mehr, wie vor drei Wochen, die Stangen und Hilfsschnuere. Das Wetter war auch traumhaft, fruehlingshafte 30 Grad im Schatten!!! (Ich will ja nicht unbedingt wissen, wie dann sommerliche Temeraturen aussehen, geschweige sich anfuehlen!) und so bin ich ganz gemuetlich durch den Park geschlendert, mit dem Foto in der Hand, um jeder Zeit die tollen Blumen einfangen zu koennen, denn noch hatte ich den Platz und Raum. Will gar nicht wissen, wie es naechste Woche dort zugeht, mit den ganzen Buden und Menschenmassen……
Die Kamera immer in Bereitschaft gings dann einmal durch den ganzen Park und wieder zurueck. Leider kann man den Gesamteindruck mit mit einem Foto festhalten. :(

Zum Entspannen als abschluss in diesem tollen Park lohnt es sich, einfach mal ins Gras zu legen, alle viere von sich zu strecken, in den strahlend blauen Himmel kucken und die Sonne geniessen..... Kann euch gar nicht sagen wie gut das tut! ;)

Gleich nebenan ist noch ein Museum fuer Kutschen, genannt Cobb & Co. Nachdem ich nun schon mal da war, wollte ich mir das auch noch anschauen.

Dieses Museum ist zwar klein, aber doch sehr nett, und jede Kutsche hat eine eigene Geschicht. Meistens ist es von Kinder aus damaliger Zeit, die ihren Arbeitstag beschreiben, was fuer Taetigkeiten sie erledigen mussten und wie wichtig und hilfreich ihre Kutsche war. Es gibt sogar einen German Wagon, mit dem die Gueter vom Hof zum Markt gefahren wurde, oder die Familie mal gemeinsam in die Stadt gefahren ist. Sie wurde von einem Deutschen gebaut, der mitte des 19 Jahrhunderts nach Australien kam. Die Gitter waren schnell und einfach ab- bzw anzumontieren, je nachdem was befoerdert werden musste.
Sogar eine OmibusKutsche haben sie dort ausgestellt. Wenn man sich das mal so von innen anschaut, moechte ich nicht wissen, wie sich die Leute darin gestapelt haben. Mir ist zwar schon klar, das die Menschen frueher kleiner waren, aber das….. Unglaublich, zudem diese Transportmittel ja auch nicht so dolle gefedert waren wie unsere heutigen Busse! Allerdings hat es ihnen nie an Frischluft gefehlt!! ;) Im Hof haben sie auch noch die Werkstatt von einem Hufschmied. Hier werden sogar Workshops angeboten, war aber gerade keiner am laufen. Es gibt auch noch einen zweiten Teil, in dem alles moegliche ausgestellt wird, aber hauptsaechlich ueber die Einwohner von Toowoomba und das reisen.

Und wieder ein Faehnchen mehr auf meiner Australischen Landkarte! ;)

12. September 2007

Art Galerie

Die Art Galerie hat es mir angetan. Sie ist noch recht neu und hat staendig wechselnde Bilder, hauptsaechlich von australischen Kuenstlern.

Da ich bei meinem letzten Besuch nur die unterste Ebene von insgesamt drei, geschafft habe, und das ist noch der kleinste Teil der Galerie, habe ich mir extra viel Zeit genommen um diese Mal alles zu schaffen.

Noch bevor man in die Galerie reingeht sieht man schon das erste Kunstwerk. Es haengt in der Luft und man kann es ganz schnell uebersehen, da es nur aus Drahtseilen besteht. Gut waere jetzt auch nicht weiter schlimm gewesen, haette ich es nicht gesehen, denn es ist nicht so atemberaubend. Aber ich glaube, das dieses Kunstwerk kaum beachtet wird, oder schlicht uebersehen wird. Haengt so ungefaehr in 7 Meter Hoehe.

Gleich nach dem Eingang geht es rechts rein und was sieht man?? Ein riesiges Kunstwerk. Zuerst sieht man nur die riesigen Luftballons und die viele Farbe und denkt, welches Kind durfte denn hier mit der Farbe rumspielen. Aber so nach und nach erkennt man, dass alles so gewollt ist. Um sich mal die Groesse von dem gesamten Kunstwerk vorstellen zu koennen, der Raum ist gute 20 Meter hoch an einer Seite, und an der anderen vielleicht 10 Meter, da noch ein Balkon drueber ist und ca. 20 Meter in der Laenge. Die gesamte Bodenflaeche wurde mitbenutzt! Es gab auch eine Dokomentation dazu, wie das Kunstwerk entstanden ist, was alles dafuer gebraucht wurde und wie lange das ganze Kunstwerk gebraucht hat. Die Ballons wurde an der hoeheren Wand aufgehaengt. Ein Sand-Dreck-Schmutzhaufen auf eine Holzunterkonstruktion aufgeschuettet und dann kamen noch zwei sehr grosse Leinwaende draufgestellt. Dann kam ein Ziehhamonikahubwagen und ist von einem Ende zum anderen in verschiedenen Hoehen und wieder zurueck und rauf und runter und rechts und links und mitte und…….. also sozusagen kreuz und quer gescheucht worden. Zum Schluss war die Farbe auch an der Decke. Nach 12 Tagen war das Kunstwerk dann fertig. Ich muss gestehen, die Farben sind klasse und man bekommt den Kopf gar nicht mehr aus dem Nacken in die normale Position!! Hab dann entdeckt, dass man es sich auch vom Balkon aus anschauen kann!! Klasse. Dieses Kunstwerk hat leider nur eine Lebensdauer von ca. zwei Monaten, denn danach werden die Waende wieder weiss gestrichen und der naechste Kuenstler darf sich an diesem gigantischen Raum versuchen.
Und jetzt ratet mal wer der Kuenstler ist. Eine Deutsche, und vor lauter Begeisterung weiss ich nur noch den Vornamen, Katharina aus Duesseldorf. Wenn mir der Nachname noch einfaellt sage ich euch bescheid. Jeder Raum hatte ein anderes Thema und so bin ich dann von sehr moderner gemalter Kunst zu moderner handwerklicher Kunst und zu moderner Kunst junger Kuenstler aus verschiedenen Highschools geschlendert. Die jungen Kuenstler habe echt schon was drauf, wahnsinn, bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Alleine diese Ideen zu haben….

Sie haben auch einen dunklen Spiegelraum in dem leuchtende Tischtennisbaelle in allen Hoehen aufgehaengt sind. Willkommen in der Schwerelosigkeit! So kommt man sich fast vor.

Nicht zu vergessen, den Aborigines war auch noch eine Ebene gewidmet. Mit ihrer typischen Punktbemalung sehen die Bilder auf Baumrinde echt klasse aus. Ich weiss nicht, ob mir sowas in Deutschland gefallen wuerde, hier allerdings gefaellt es mir. Es gehoert irgendwie hier her! Schon witzig, was das ausmacht.

Nach so viel Kultur gings dann zum verarbeiten an den River! Mal sehen wann ich wieder hin gehe! ;)

11. September 2007

Maritim Museum

Liebes Schwesterherz, extra fuer DICH, ein neuer Blog! ;) Das Maritim Museum

Ich war mal wieder in Brisbane, denn es gibt hier immer wieder was neues zum anschauen. Diesmal war Riverfastival und somit gabs Aktion ueberall am Wasser!
Auch im Maritim Museum. Von aussen sieht es recht klein und ueberschaubar aus, aber wenn man erst mal drin ist, oeffnen sich einem eine ganz andere Welt. Die Welt der Seefahrer und ihre Schiffe. Angefangen von den Erkundungsschiffen ueber Transportschiffe, Handeslschiffe, Faehren und Marineschiffe.

Lange bevor Kapitaen Cook nach Australien kam haben schon einige andere Australien gefunden, auch wenn sie immer nur mal kurz an eine Stelle geankert haben und dann wieder von Dannen geschippert sind!
Cook war einer der ersten der einen richtig grossen Teil, die gesamte Ostkueste, erkundet hat. Demnach hat er auch viel Orte benannt. Nicht immer war er dabei sehr einfallsreich!!! ;)
Kapitaen Flinders hat auch viel zur Erkundung von Australien begetragen und viele der Seekarten sind heute noch im gebrauch. Und das ca. 300 Jahre nach seiner Erkundung!!

Es wurden auch einige Boote von damals in Miniatur nachgebaut. Aber nicht nur von den ersten Booten, nein, auch von den neueren, zum Bleistift grosse “Reiseboote” und Marineboote.
Sogar die Taucher haben sie in ihr Museum mit aufgenommen. Wahnsinn, was ein Taucher frueher alles auf sich genommen hat und auch anhatte, damit er auf dem Grund spazieren gehen kann! Auch sehr interessant ist die Pumpe, mit der sie dem Taucher damals Sauerstoff versorgt haben. Die durften an an der Kurbel echt nicht muede werden, denn dann hatte der Taucher echt ein SEHR grosses Problem!!

Nach all der Geschichte und den Modellen ging es jetzt nach draussen zu den richtigen Booten und ihren Hilfsmitteln zum sicheren segeln und im Meer rumfahren!

Am meisten hat mich die Happy (11) beeindruckt. In diesem 2,70 m langem Boot ist ein junger Kanadier von der Ostkueste Kanadas durch den Panama Kanal in den Pazifischen Ozean gesegelt. Er durchquerte den Pazific und strandete in New Caledonia. Nach dem er sein Boeoetchen wieder in Stand gesetzt hatte, nannte er es Happy 11, ging es weiter und erreichte die Ostkueste von Australien, wo er in Brisbane sein Boot dem Maritim Museum vermachte. Ihr koennt euch gar nicht vorstellen WIE klein es da drinnen war! Ich meine es hat ja schon klein ausgesehen, wie muss es dann sein, wenn man drin ist!!! Und dann noch bei schlechtem Wetter!! Er hatte einen sehr kurzen Schlafraum, eine winzige Kombuese und wo er das Klo hatte, weiss ich wirklich nicht. Sah aber nicht danach aus, als wenn er ueberhaupt eine hatte!!! ;)

Auf dem Trockendock liegt die Diamantina, ein Marineschiff, dass noch gar nicht soo lange ausgemustert ist! Man darf es sogar auf eigene Faust erkunden. Insgesamt kann man fuenf Ebenen ablaufen bzw. erklaettern. Dabei muss man echt aufpassen, denn die Treppen sind recht kurz und schmal!! Die Betten fuer die Belegschaft waren doch wahnsinnig komfortabel, wie ihr auf dem Fot bestimmt erkennen koennt. Hier wurde in drei Lagen mit insgesamt 36 Maennern geschlafen. Wenn nur einer von ihnen etwas lauter geschnarcht hat,…… Jaaaa, so kann es einem ergehen!! Von ganz oben auf dem Oberdeck hat man eine tolle Sicht und gleichzeitig ein wenig frische Luft um die Nase, denn unter Deck ist es doch recht warm und stickig. Verlaufen kann man sich auch!! Hab aber letztendlich doch wieder rausgefunden.

Nach dieser interessanten Erkundungstour ging es dann wieder nach drinnen, wo sie in einem andren Ausstellungsraum noch die neueren Maschienen und Aussenbootmotoren ausgestellt haben. Insgesamt war ich ganze drei Stunden im Museum und nach so viel Wissenszufuhr habe ich den Tag mit einer Faehrenfahrt ueber den Brisbane River gemacht und dabei die Fruehlingshafte frische Brise genossen. War richtig schoen und ein toller, erlebnisreicher Tag.

1. September 2007

Mackay

So, jetzt komme ich auch endlich dazu ueber meinen Ausflug nach der Segeltour zu berichten. Diese ging nach Mackay und zwar mit dem Auto.
Von Christiane aus Koeln habt ihr ja schon gehoert. Wir haben uns nach dem Segeln wieder getroffen und da wir beide noch ein paar Tage hatten, beschlossen wir spontan, diese gemeinsam zu verbringen. So haben wir uns ein Auto gemietet. Gesagt getan. Nach Autoabholung, wurde es nur noch mit unserem Gepaeck “tiefer gelegt” und ab ging die Post zum naechsten Shopping-Center, wo wir uns dann mit Lebensmitteln eingedeckt haben. Nach all der Planung und Vorbereitung ab auf den Highway. Die nette Dame vom Autoverleih meinte, wir werden auf jeden Fall Kaengurus sehen, und so haben wir die Augen aufgerissen um sie auch ja nicht zu uebersehen!
Endlich in Mackay angekommen war der Infopoint unsere erste Haltestelle, da wir wissen wollten, was wir alles machen koennen und ich muss dazu sagen, die Infopoints sind immer sehr gut ausgestattet, vor allem mit Stadtplaenen!!! Und die sind immer eine grosse Hilfe, wenn man etwas sucht.
Mackay ist umgeben von Zuckerrohrfeldern und Zuckerfabriken! Jetzt hatten wir uns ueberlegt, ob man wohl eine besuchen kann, von innen, und haben auch danach gefragt. Die nette Dame meinte, ja, gleich hier um die Ecke, hat dann noch schnell angerufen, ob es uns von der Zeit her noch reicht und ob noch Platz waere und schon sassen wir wieder im Auto auf dem Weg zur “Suger Mill”. Es ist die einzige Suger Mill, die Fuehrungen macht.
Bevor wir allerdings mitdurften, mussten wir uns erstmal lange Sachen anziehen und feste Schuhe, aus Sicherheitsgruenden. Nach einem Einfuehrungsvideo hiess es dann die Haarnetze, Schutzbrillen, Ohrstoepsel und Helme aufsetzen und los ging es. Insgesamt waren wir so um die 20 Leute und wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Wir hatten Glueck, unsere Gruppe bestand nur aus 5 Leuten und unsere Fuehrerin hat sogar deutsch gesprochen. Allerdings hat sie so deutlich und langsam englisch gesprochen, dass wir keine Uebersetzung mehr gebraucht haben. Hah, das Englisch wird halt auch immer besser! ;)
So wurden wir also vom Zuckerrohr in Rohform in grossen Koerben auf Schienen, zum saeubern ueber saemtliche andere Stationen bis zum Endprodukt, dem braunen Zucker, einmal durch die ganze Fabrik gefuehrt. An manchen Stellen war es wirklich sehr warm und teilweise hatte man das Gefuehl in einer Rumfabrik gelandet zu sein. So halb benebelt haben wir dann noch eine Tasse Tee bekommen und ein paar Kekse dazu und dann ging es auch schon wieder weiter. Das Wetter hatte sich in den ca. 1,5 Std. rapiede von Sonnenschein in Regen umgewandelt. Da Stadtbummel bei so einem Wetter nicht so lustig ist, haben wir in der “Galerie of Art” noch halt gemacht und die kleine Ausstellung genossen. Waren ein paar sehr interessante Bilder dabei. Letztendlich hat das Wetter schnell wieder aufgeklart und somit sind wir noch ans Wasser gefahren. Insgesamt war der Strand sehr ruhig gelegen und da Christiane keine Lust zum laufen hatte bin ich dann alleine losgezogen und habe die Stille genossen. Im Gegensatz zu den Whitsundays war das aber nicht mal ein richtiger Strand! ;) Abends haben wir dann noch schoen gegrillt, was man hier ueberall am Strand sehr gut machen kann. Sie haben ueberall Picknick Areas mit Grill, richtig klasse.
Am naechsten Morgen wollten wir einen Sonnenaufgang sehen, und wir waren auch frueh genug dran, aber die Wolken waren wieder zurueck und somit haben wir uns dann in den Nationalpark von Eungella aufgemacht. Nachdem wir fast endlos an Zuckerrohrfeldern vorbeigefahren sind, und ich muss sagen der Zuckerrohr waechst wirklich sehr hoch!! ueber 3 m!, und uns dabei immer mehr nach oben geschraubt haben, hatten wir eine tolle Aussicht auf das Tal. Im Nationalpark selber haben wir noch eine kleine Wanderung gemacht und das suesse und scheue Tier namens Platypus zum Lufschnappen gesehen, aber auch Wasserschildkroeten, die ein Sonnenbad auf einem Ast genommen haben.
Nach so “vielen” Tieren hatten wir Lust noch den Wasserfall “Araluen Falls” zu erwandern, denn hier sollte man auch gut baden koennen. Bevor wir aber dort waren, durften wir durch einige Wasserlaeufe fahren. Bei heftigen Regenfaellen haette ich das nicht wollen!!, aber da zur Zeit eher Wasserknappheit herrscht war das kein Problem. Auf dem Ausgangsparkplatz haben wir dann noch eine Riesenechse angetroffen, die ganz gemuetlich durch das hohe Gras spaziert ist.
Eine gute halbe Stunde spaeter, die wir durch den Busch bergauf gelaufen sind, haben wir den Wasserfall zuerst gehoert, bevor wir ihn dann gesehen haben. Klasse, von einer Aussichtsplattform hat man eine tolle Moeglichkeit das ganze zu fotografieren. Und wie es halt so ist, wenn man Abenteuer erleben will, man geht baden, auch wenn die Sonne nicht scheint und das Wasser “freezing” kalt war. Wirklich sooooo kalt ist nicht mal das Meer im Winter!!!! Nagut, vielleicht schon! ;) Aber ja, es ist ein ausgeschildeter Badeplatz und dann muss man es auch wenigsten mal testen. Ich gebe zu, ich war schneller draussen als Christiane, die sogar fuer ein paar Fotos still gehalten hat! Wie ist mir ein graus. Sie meinte nach einer Weile, sooo kalt ist es doch gar nicht. Die uns nachfolgenden Besucher des Wasserfalls haben von einem Ohr zum anderen gegrinst und immer fleissig gefragt, ob es denn nicht kalt waere und wir natuerlich ‘Nein ueberhaupt nicht, kommt doch rein’. Hat keiner gemacht! ;) Sie wussten schon warum.
Nach so viel Aufregung und ordentlichem Adrenalinstoss vom baden haben wir uns dann auch wieder auf den Rueckweg gemacht. Eins muss ich jetzt noch kurz festhalten, Kaengurus haben wir keine gesehen. Leider
Abends haben wir dann unsere sieben Sachen versucht in die Backpacks zu bekommen, was gar nicht so einfach war, aber irgendwie hat es dann doch geklappt. Am naechsten Morgen kam der grosse Abschied. Christiane ist mit dem Bus weiter nach Cairns und ich Mittags dann mit dem Flieger wieder zurueck. Bei meiner Ankunft in der Familie hat der Grosse nur gemeint: So lange darfst du aber nicht wieder in Urlaub gehen! Ok, das war jetzt die Ausfuehrliche Uebersetzung von ihm, seine Worte klangen eher so: Giin don’t go holiday long again!! (mit ganz empoerter Stimme, ach ja Giin ist mein Name!! vom Grossen).
Aber auch dieser Ausflug hat Spass gemacht und war wirklich ein Abenteuer!