1. September 2007

Mackay

So, jetzt komme ich auch endlich dazu ueber meinen Ausflug nach der Segeltour zu berichten. Diese ging nach Mackay und zwar mit dem Auto.
Von Christiane aus Koeln habt ihr ja schon gehoert. Wir haben uns nach dem Segeln wieder getroffen und da wir beide noch ein paar Tage hatten, beschlossen wir spontan, diese gemeinsam zu verbringen. So haben wir uns ein Auto gemietet. Gesagt getan. Nach Autoabholung, wurde es nur noch mit unserem Gepaeck “tiefer gelegt” und ab ging die Post zum naechsten Shopping-Center, wo wir uns dann mit Lebensmitteln eingedeckt haben. Nach all der Planung und Vorbereitung ab auf den Highway. Die nette Dame vom Autoverleih meinte, wir werden auf jeden Fall Kaengurus sehen, und so haben wir die Augen aufgerissen um sie auch ja nicht zu uebersehen!
Endlich in Mackay angekommen war der Infopoint unsere erste Haltestelle, da wir wissen wollten, was wir alles machen koennen und ich muss dazu sagen, die Infopoints sind immer sehr gut ausgestattet, vor allem mit Stadtplaenen!!! Und die sind immer eine grosse Hilfe, wenn man etwas sucht.
Mackay ist umgeben von Zuckerrohrfeldern und Zuckerfabriken! Jetzt hatten wir uns ueberlegt, ob man wohl eine besuchen kann, von innen, und haben auch danach gefragt. Die nette Dame meinte, ja, gleich hier um die Ecke, hat dann noch schnell angerufen, ob es uns von der Zeit her noch reicht und ob noch Platz waere und schon sassen wir wieder im Auto auf dem Weg zur “Suger Mill”. Es ist die einzige Suger Mill, die Fuehrungen macht.
Bevor wir allerdings mitdurften, mussten wir uns erstmal lange Sachen anziehen und feste Schuhe, aus Sicherheitsgruenden. Nach einem Einfuehrungsvideo hiess es dann die Haarnetze, Schutzbrillen, Ohrstoepsel und Helme aufsetzen und los ging es. Insgesamt waren wir so um die 20 Leute und wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Wir hatten Glueck, unsere Gruppe bestand nur aus 5 Leuten und unsere Fuehrerin hat sogar deutsch gesprochen. Allerdings hat sie so deutlich und langsam englisch gesprochen, dass wir keine Uebersetzung mehr gebraucht haben. Hah, das Englisch wird halt auch immer besser! ;)
So wurden wir also vom Zuckerrohr in Rohform in grossen Koerben auf Schienen, zum saeubern ueber saemtliche andere Stationen bis zum Endprodukt, dem braunen Zucker, einmal durch die ganze Fabrik gefuehrt. An manchen Stellen war es wirklich sehr warm und teilweise hatte man das Gefuehl in einer Rumfabrik gelandet zu sein. So halb benebelt haben wir dann noch eine Tasse Tee bekommen und ein paar Kekse dazu und dann ging es auch schon wieder weiter. Das Wetter hatte sich in den ca. 1,5 Std. rapiede von Sonnenschein in Regen umgewandelt. Da Stadtbummel bei so einem Wetter nicht so lustig ist, haben wir in der “Galerie of Art” noch halt gemacht und die kleine Ausstellung genossen. Waren ein paar sehr interessante Bilder dabei. Letztendlich hat das Wetter schnell wieder aufgeklart und somit sind wir noch ans Wasser gefahren. Insgesamt war der Strand sehr ruhig gelegen und da Christiane keine Lust zum laufen hatte bin ich dann alleine losgezogen und habe die Stille genossen. Im Gegensatz zu den Whitsundays war das aber nicht mal ein richtiger Strand! ;) Abends haben wir dann noch schoen gegrillt, was man hier ueberall am Strand sehr gut machen kann. Sie haben ueberall Picknick Areas mit Grill, richtig klasse.
Am naechsten Morgen wollten wir einen Sonnenaufgang sehen, und wir waren auch frueh genug dran, aber die Wolken waren wieder zurueck und somit haben wir uns dann in den Nationalpark von Eungella aufgemacht. Nachdem wir fast endlos an Zuckerrohrfeldern vorbeigefahren sind, und ich muss sagen der Zuckerrohr waechst wirklich sehr hoch!! ueber 3 m!, und uns dabei immer mehr nach oben geschraubt haben, hatten wir eine tolle Aussicht auf das Tal. Im Nationalpark selber haben wir noch eine kleine Wanderung gemacht und das suesse und scheue Tier namens Platypus zum Lufschnappen gesehen, aber auch Wasserschildkroeten, die ein Sonnenbad auf einem Ast genommen haben.
Nach so “vielen” Tieren hatten wir Lust noch den Wasserfall “Araluen Falls” zu erwandern, denn hier sollte man auch gut baden koennen. Bevor wir aber dort waren, durften wir durch einige Wasserlaeufe fahren. Bei heftigen Regenfaellen haette ich das nicht wollen!!, aber da zur Zeit eher Wasserknappheit herrscht war das kein Problem. Auf dem Ausgangsparkplatz haben wir dann noch eine Riesenechse angetroffen, die ganz gemuetlich durch das hohe Gras spaziert ist.
Eine gute halbe Stunde spaeter, die wir durch den Busch bergauf gelaufen sind, haben wir den Wasserfall zuerst gehoert, bevor wir ihn dann gesehen haben. Klasse, von einer Aussichtsplattform hat man eine tolle Moeglichkeit das ganze zu fotografieren. Und wie es halt so ist, wenn man Abenteuer erleben will, man geht baden, auch wenn die Sonne nicht scheint und das Wasser “freezing” kalt war. Wirklich sooooo kalt ist nicht mal das Meer im Winter!!!! Nagut, vielleicht schon! ;) Aber ja, es ist ein ausgeschildeter Badeplatz und dann muss man es auch wenigsten mal testen. Ich gebe zu, ich war schneller draussen als Christiane, die sogar fuer ein paar Fotos still gehalten hat! Wie ist mir ein graus. Sie meinte nach einer Weile, sooo kalt ist es doch gar nicht. Die uns nachfolgenden Besucher des Wasserfalls haben von einem Ohr zum anderen gegrinst und immer fleissig gefragt, ob es denn nicht kalt waere und wir natuerlich ‘Nein ueberhaupt nicht, kommt doch rein’. Hat keiner gemacht! ;) Sie wussten schon warum.
Nach so viel Aufregung und ordentlichem Adrenalinstoss vom baden haben wir uns dann auch wieder auf den Rueckweg gemacht. Eins muss ich jetzt noch kurz festhalten, Kaengurus haben wir keine gesehen. Leider
Abends haben wir dann unsere sieben Sachen versucht in die Backpacks zu bekommen, was gar nicht so einfach war, aber irgendwie hat es dann doch geklappt. Am naechsten Morgen kam der grosse Abschied. Christiane ist mit dem Bus weiter nach Cairns und ich Mittags dann mit dem Flieger wieder zurueck. Bei meiner Ankunft in der Familie hat der Grosse nur gemeint: So lange darfst du aber nicht wieder in Urlaub gehen! Ok, das war jetzt die Ausfuehrliche Uebersetzung von ihm, seine Worte klangen eher so: Giin don’t go holiday long again!! (mit ganz empoerter Stimme, ach ja Giin ist mein Name!! vom Grossen).
Aber auch dieser Ausflug hat Spass gemacht und war wirklich ein Abenteuer!

3 Kommentare:

Nektarine hat gesagt…

Nochmal als Bestätigung, dass der Zähler nicht nur von Oliver hochgetrieben wird... *g*
Aber dein Ausflug war wie immer sehr schön zu lesen und ich freue mich jetzt schon auf deine nächsten Ausflugsberichte... :)
Darf ich dich jetzt auch immer Gin nennen? ;)

Sonnenblume hat gesagt…

Dein Bericht ist wie immer sehr interessant und dass ihr keine Kängurus gesehen habt ist bestimmt nicht so schlimm. Australien ist doch voller Kängurus, oder? Die Bilder die du immer dazu ausstellst sind so nett, sodass ich mich schon heute auf die Fotos, mittlerweile hast du ja schon an oder über 3000 gemacht, freue.

Nektarine hat gesagt…

Ich bin Besucher Nummer 100!!! *grins*
Aber was neues zum lesen gabs trotzdem noch nicht... :(
Bekomm ich dann ne andere Belohnung?