23. August 2007

Segeltour mit der Wings II

Wie versprochen, und auch schon mittlerweile stark gefordert, kommt hier die ganz eigene Story vom Segeltoern auf der Wings II.
Die Wings II ist ein Katermaran und nicht gerade klein. Insgesamt waren wir 25 die mitgesegelt sind und die Crew, bestehend aus einem Captain Dave, zwei dive guides, Carly und Aiden, und Nicola, Maedchen fuer alles andere! Und da auf so einem Kat ja nicht unendlich viel Platz ist, durfte jeder nur eine “Daypack” mitbringen, also nur eine Tasche/Rucksack in das alles fuer einen Tag reinpasst. Selbst das war gar nicht so einfach zu verstauen. ;) Aber immer der Reihe nach.
Nachdem der Zimmerschluessle abgegeben, der grosse Backpack im Reisebuero verstaut und ich mit meinem Daypack ein bischen “bummeln” war, ging es dann endlich zum Hafen.
Am Treffpunkt angekommen hiess es sich erstmal sammeln und die ersten Kontakte mit dem Nebenman, bzw. Nebenfrau, zu knuepfen, denn schliesslich wuerde wir uns in den naechsten Tagen auf jeden Fall noch einige male ueber den Weg laufen! Nach einer kleinen Begruessung von der Crew gings dann endlich aufs Boot, OHNE Schuhe, die wurden gleich eingesackt und haben wir auch bis auf einen kleinen Ausflug nicht mehr zu Gesicht bekommen. Unser Captain “King Dave” hat uns dann noch mit verschiedenen Sachen, Geschichten und Sicherheitsdingen vertraut gemacht und dann gings endlich raus aufs Meer. Der Kat hatte zwar alles um segeln zu koennen, aber so richtig gesegelt sind wir nie!
Wir hatten immer zu spezielle Wuensche, um dass wir mal richtig das Segel setzen konnten, denn das haette um ein Vielfaches laenger gedauert. Aber wieder zurueck. Bis jeder sein Bett zugewiesen bekommen hat, meins war im Aufenthaltsraum und ich muss sagen es haette nicht besser sein koennen (Platz und frische Luft!), waren wir schon auf hoher See und strebten unseren ersten Ankerplatz in den Whitsundays an. Um kurz einzuschieben, die Whitsundays bestehen insgesamt aus 74 Inseln. Wir haben davon aber nur einen kleinen Teil zu sehen bekommen, aber das was wir gesehen haben, hat uns alle beeindruckt.
Nach und nach habe ich dann mal versucht mir ein paar Namen einzupraegen, was aber gar nicht so einfach war, da eigentlich alle auf dem Boot in Bewegung waren. Wie fast ueberall in Australien habe ich auch hier Deutsche getroffen. Josefine und Sebastian aus Muenchen, die noch ein Praktikum in Sydney machen, bevor sie wieder zurueck muessen. Dann waren dann noch Joris aus der Schweiz, June aus Brisbane, Hanan und Richard aus Kanada, die Schwestern Alison und Frances aus UK, Simon (mein Tauch buddy) und seine Frau, wo ich zu meiner Schade eingestehen muss, dass ich ihren Namen nicht mehr weiss, aus dem Outback Australiens, Carl, Barry und noch einige mehr.
Da der Weg zum ersten Ankerplatz doch etwas laenger war, haben wir alle noch eine Einfuehrung ins Schnorcheln bekommen und dann fuer alle Taucher mit Lizenz ein “briefing”. Bis wir alles angeroedelt hatten, war der Captain gerade mit ankern fertig und hat uns erklaert warum die Bucht “Lunch Beach Bay” heisst. Soll ich es euch verraten? Ok, sie heisst so, da Captain Cook dort geankert und zu Mittag (Lunch) gegessen hat. Er war wahnsinnig erfinderisch, was die Namensgebungen betrifft! ;)
Unsere Tauchgruppe bestand nur aus drei Leuten, was richtig angenehm war. Wir haben viel Korallen und Fische gesehen. Kann man gar nicht beschreiben, dass muss man einfach mal gesehen haben!
Nach unserem ersten Stopp ging es dann auch schon weiter zu unserem Schlafankerplatz. Das Essen war koestlich und gleich im Anschluss gabs eine Slideshow, mit all den Fotos, die die Crew von uns an diesem Tag gemacht hat, auch Unterwasserfotos, die immer so aussehen, als waere man von einem anderen Stern! Waren wirklich ein paar witzige dabei. Ein Geburtstagskind Carl bekam von uns auch ein Geburtstagsstaendchen gesungen und danach haben wir viel Spass gehabt und viel gelacht. Die Zeit verging wie im Fluge und um 24 Uhr hat uns die Crew dann in die Kojen geschickt, da wir am naechsten morgen frueh raus wollten! Und sie haben uns wirklich frueh wieder rausgeschmissen, aber zu recht. Als einer der ersten wurden wir mit dem kleinen Dingi an den Strand gebracht um den besten Platz am Lookout auf DEN beruehmten Whitsunday Beach mit seinem geradzu weissen Strand zu bekommen. Es war gigantisch, auch wenn es mit Sonnenschein noch besser gewesen waere. Wir haben auch gelernt, wenn man seinen Schmuck saeubern will, dann hier mit diesem Sand. Er verkratz das Material nicht sondern laesst ihn nur noch schoener glaenzen und funkeln und auch damit hatten sie recht. Mein Ring leuchtet, glaenzt, strahlt, nennt es wir ihr wollt, man sieht es ihm auf auf jeden Fall an. Den Rest des Vormittags durften wir dann an eben diesem tollen, total weissen Strand verbringen. Natuerlich wurden unzaehlige Fotos geschossen, und ich schliesse mich dabei nicht aus. Dieses Erlebnis noch im Kopf ging es dann zur naechsten Insel mit der Bucht “Manta Ray”. Dort haben wir uns wieder in die Anzuege geworfen und mit einem Tauchgang abgekuehlt. Hier haben wir auch die Riesen Napoleons namens Georg, und seine Frauen Georgina und Georgetta angetroffen. Sie alle sind handzahm und freuen sich ueber alle Boote, die dort halt machen. Es ist wahnsinnig aufregend, wenn sie dich als Taucher etwas naeher betrachten! Ich, fuer meinen Fall, hatte eine ordentliche Gaensehaut und Bauchkribbeln! Gleich nach dem Auftauchen gings dann auch schon weiter zur naechsten Insel und in die Bucht “Blue Pearl”. Die die Bedingungen so toll zum tauchen waren, sind wir dann glatt noch mal reingesprungen und diesen Tauchgang werde ich so schnell nicht vergessen. Wir haben viel gesehen. Die Korallenbaeume waren riesig und klasse UND wir haben eine Walfamilie singen gehoert, recht deutlich und wenn man das so sagen darf auch laut. Beim auftauchen konnten wir sie auch springen sehen. Einfach nur toll. Delfine gabs auch noch kurz vor Sonnenuntergang. Den Untergang wurde auch von allen beobachtet, denn es ist schon klasse wenn zuschauen kann wie die Sonne im Meer verschwindet. Auch an diesem Abend durften wir wieder singen. Tja, Geburtstage muss man eben so feiern wie sie fallen! ;)
Die Nacht war ein wenig unruhig, denn der Wind hatte ordentlich aufgefrischt hat und die Wellen ordentlich laut gegen die Boardwaende rollten lassen. Morgens waren alle noch ziemlich verschlafen, was sich dann aber beim naechsten Stopp gegenueber von der beruehmten und auch teuren Insel Hamilton geaendert hat. Wir wollten noch Schildkroeten sehen, aber die Sicht war nicht sehr gut, leider. Auch war das Wasser recht Frisch (bibber). Ja und dann hiess es schon wieder Sachen packen wir sind auf dem Heimweg. Petrus meinte dann auch noch, wahrscheinlich um uns die Rueckkehr leichter zu machen, das es regnen sollte. Zum Glueck nur kurz.
Im Hafen angekommen, durften wir unsere Schuhe wieder anziehen, total ungewohnt, und nach vielen Umarmungen und guten Wuenschen gings dann ab zum Hostel. Das erste nach dem bezug vom Zimmer DUSCHEN! Endlich mal wieder eine richtige Dusche mit heissem Wasser!!! Danach war ich ein ganze anderer Mensch. In der Dusche dachte ich zwar wieder an Board zu sein, da alles angefangen hat zu schwanken. Hat sich aber schnell wieder gelegt, nachdem ich mich in die Horizontale begeben habe! ;)
Abends haben wir uns dann noch alle noch einmal getroffen und gemeinsam Abend gegessen. Ja klar, ein ganzes Buch voll Adressen habe ich auch noch abgestaubt! Bin mal gespannt, wen ich wann und wo mal wiedertreffe. Bilder haben wir auch schon angefangen auszutauschen! ;)
Wenn das segeln und tauchen nicht so teuer waere, wuerde ich das glatt nochmal machen. Na mal sehen….. Auf jeden Fall ein unvergessliches Abenteuer…

2 Kommentare:

Kiwi hat gesagt…

Ja, sowas sollte man mal gemacht haben

Sonnenblume hat gesagt…

von Herrn Sonnenblume:
Ich wußte gar nicht das du auch eine literarische Ader hast. Die Berichte sind so interessant verfasst das man schon auf dem nächsten Bericht wartet. Zum Tauchen werde ich mich wohl nicht mehr durchringen, aber der Strand, Schnorcheln und Klettergarten würde mir auch sehr gut gefallen,
Ich bin Beeindruckt mit wieviel Mut und Kreativität du deine Freizeit gestaltest und kein Wochenende ausläßt.