20. Mai 2007

Abenteuer Auto fahren

Dieses Wochenende war ich mit dem Auto auf Erkundungstour in Richtung Sueden von Queensland aus gesehen.

Meine Gasteltern haben mir grossen Respekt gegenueber dem Highway "gelehrt". Dabei ist es nicht wirklich so schlimm wie sie behaupten. Eigentlich wie eine ganz normale Autobahn mit, und das ist vielleicht das einzig abenteuerliche, sehr verkuerzter bis hin zu keiner Auffahrtsstrasse! Aber wenn man erstmal drauf ist, ist es wie in Deutschland. Ok, abgesehen davon, das rechts die Ueberholspur ist!!! Da ist es dann auch sehr spannened, wenn dich auf einmal ein Truck ueberholt. Damit meine ich nicht so einen kleinen LKW, sondern einen richtig, amerikanischen, grossen Truck!!
Das zweite was meine Gasteltern mir eingebleut haben: auf die Geschwindigkeit zu achten! Denn alles was ich zu schnell fahre und "geblitzt" werde wird richtig teuer und wird mir vom "Taschengeld" abgezogen! ;-) Egal wie viel man zu schnell gefahren ist, es wird immer teuer! Und das will ich ja auf keinen Fall riskieren. Zu dem habe ich ja keine Eile.

So bin ich dann mit "meinem" kleinen Schaltauto auf Erkundungstour an der Gold Coast in Richtung Sueden gefahren. Das erste Mal auf dem Highway!
Ich wollte mir auf jeden Fall den Currumbin Wildlife Sanctuary Park anschauen und es hiess, ich braeuchte eine gute Stunde! So bin ich dann auch brav frueh aufgestanden und war um kurs nach sieben Uhr schon unterwegs. Nachdem ich mir die Landkarte eingepraegt habe war es auch nicht weiter schwierig, da es sehr gut ausgeschildert ist, aber die ganzen Staedte an den ich vorbeikommen sollte kamen viel schneller als ich gedacht habe, und so war ich nach guten zwanzig Minuten schon da!! Wie gesagt, ich bin brav meine hundert gefahren (da man auf dem Highway selten mehr fahren darf)!! Will sagen, ich bin nicht gerast, waere auch gar nicht mit dem Auto gegangen! ;-)
Na gut, somit war ich so um halb acht Uhr schon vor dem Park! Dieser oeffnet aber erst um acht Uhr!
Was hatte ich fuer ein Glueck, dass es Wochenende war und neben an gleich einen tollen Markt gab. So bin ich dann ueber diesen Wochenmarkt geschlendert und all die Duefte, Farben, Gerueche und auch das Geschnatter aufgenommen. Diesen Markt kann ich wirklich empfehlen, er ist zwar voll, aber es herrscht absolut keine Hektik! Alle haben Zeit fuer einen Plausch am Stand, auch wenn schon der naechste wartet. Genau die richtige Groesse und tolle Auswahl von allem, was man sich auf einem Markt wuenschen kann. Ein Stand hat sogar ein paar Tische und Stuehle aufgebaut um zu fruehstuecken. Es war auch alles besetzt und es wurde die Zeitung ausgepackt, Kaffee getrunken, die frischen Teigwaren gefuttert und sich mit dem Nachbarn ueber die Kinder unterhalten. Ich bin immer noch ganz hin und weg. Allerdings findet diese Markt immer nur am ersten und dritten Samstag im Monat statt! Dann ging es endlich in den Park, das aber in einem extra Blog.

Nachdem ich den Sanctuary Park angeschaut habe ging es weiter zum Strand. Hier habe ich am Elaphant Rock noch zwei Hochzeiten mitbekommen. Ja, das geht hier ganz einfach! An jedem Platz! Von hier hat man eine gigantische Aussicht ueber die Gold Coast. Nach dem ich wieder im Auto sass, dacht ich mir, dass ich keine Lust hatte auf dem Highway weiter zu fahren, und so bin ich direkt am Strand auf dem Gold Coast Way weiter gen Sueden gefahren und bin noch an den, hm, wie soll ich sagen, Staedt sind das glaub nicht wirklich und fuer Ortschaften sind sie wieder zu klein! Ich nenne sie jetzt einfach "Orte". Also bin ich dann an den Orten Tugun, Bilinga, Kirra nach Coolangatta gefahren. In Coolangatta habe ich mir einen netten Parkplatz gesucht und habe mich mal wieder zu Fuss auf Erkundungstour gemacht. Mittlerweile weiss ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon in North South Wales war!!!! Merk man nicht wirklich! ;-) Geparkt habe ich am Greenmount Beach und bin dann um den Greenmount Rock in die Rainbow Bay spaziert um von hier zum Snapper Rock, klasse Sicht, zum Ziel dem Point Danger zu kommen. Bin dann sogar bis zum Leuchtturm "raufgeklettert". Hier hat man eine Sicht ueber die ganze Gold Coast und auf Fingal Head. Auf dem Rueckweg bin ich dann noch ins Meer gehuepft und habe meine erste Bekanntschaft mit dem South Pacific Ocean gemacht. Gar nicht so einfach hier zu schwimmen, da ordentliche Wellen angerollt kommen, ganau das Richtige fuer die Surfer und Bodyboarder!
Von Coolangatta aus bin ich dann wieder via Linksverkehr durch saemtliche Kreisverkehre, die sie hier sehr lieben, und wenn man weiss wie man fahren muss, auch recht gut klappt, nach Fingal Head gefahren. Zwischen drin habe ich dann noch imMinjungbal Museum einen Stopp gemacht. Leider hatte das Museum zu, aber den ausgeschilderten Buschwalk bin ich gelaufen. Hat mir sehr gut gefallen, ueberall haben sie interessante Erklaerungstafeln aufgestellt. Danach bin ich losgefahren und habe auf dem Parkplatz vergessen nochmal in die Landkarte zu kucken, also habe ich am Rand angehalten, war zum Glueck eine sehr ruhige Seitenstrasse, und beim Weiterfahren bin ich doch glatt ins Gruebeln geraten auf welcher Seite!!
Dann ging es endlich auf die Vorgelagerte Halbinsel Fingal Head. Zuerst ueber gute Strassen, aber je weiter man zur Spitze kommt, desto holpriger werden sie, bis es zum Schluss nur noch eine Schotterstrasse ist. Aber der Weg hat sich gelohnt. Hier draussen ist es fast menschenleer und die Straende fast unberuehrt! Nach einer kurzen Verschnaufpause hiess es dann leider wieder den Rueckweg antreten, da es hier zur Zeit schon um 16.30 Uhr dunkel wird!
Zurueck ging es dann immer am Meer entlang. Hier habe ich dann noch einige nette Orte gesehen, und sehr viele Ampeln, die nicht so gut geschaltet sind wie bei uns. Von einer gruenen Welle scheinen sie hier noch nichts gehoert zu haben. ;-)

Ich glaube nach diesem Wochenende ist Autofahren fahre ich hier nicht mehr so schnell rechts! ;-)
Muede und erschoepft bin ich dann aber wieder wohlbehalten angekommen und habe mich auch die Dusche gefreut.

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